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Ohrwürmer und Asseln
Wenn Ohrwürmer und Asseln zur Plage werdenKürzlich erreichte uns der Hilferuf einer Leserin: Im Kampf gegen die Schneckeninvasion in ihrem Garten war Dorothea F. dank konsequenter abendlicher Suche mit Taschenlampe und Schere recht erfolgreich. Doch nun machten sich andere Feinschmecker an ihren Dahlien und Salaten zu schaffen: „Ich habe das Gefühl, das was die Schnecken nicht mehr schaffen, fressen nun die Ohrwürmer und die Asseln. Was kann ich tun?“ Ohrwürmer sind eigentlich nützliche Blattlausjäger. Leider knabbern sie manchmal – und dann mit Begeisterung – an den feinen Blättern von Salaten oder den Blüten von Dahlien. Die kleinen beweglichen Tiere schätzen auch süßes Obst; daran fressen sie aber nur, wenn bereits eine Beschädigung vorhanden ist. Ein Gärtner sollte gegenüber den ansonsten nützlichen Läusejägern Nachsicht zeigen, zumal Ohrwürmer die Pflanzen in der Regel nur dann anknabbern, weil sie Hunger haben und nicht genug Blattläuse zur Verfügung stehen. Nach neueren Erkenntnissen verzehren Ohrwürmer sogar schädliche Mehltaupilze. Ohrwürmer einfach umquartieren Dazu füllen Sie einen Tontopf mit Holzwolle, Heu oder Moos, überziehen ihn mit einem Netz oder feinen Maschendraht und stellen diesen in den Beeten auf den Boden oder hängen ihn an einen Stab knapp über die Salatköpfe oder die Dahlien. Nach ein paar Tagen sind die Ohrwürmer eingezogen und können dann an einem frühen Morgen von Ihnen samt ihrer Behausung in blattlausgeplagte Bereiche (Beerensträucher, Obstbäume, Rosen) umquartiert werden. Man kann sie aber auch in der freien Natur aussetzen. Im Herbst verlassen die Ohrwürmer ihre Futterplätze; sie überwintern im Boden, in selbst gegrabenen Höhlen oder an anderen geschützten Plätzen. Asseln sind Feuchtigkeit liebende Krebstierchen, die erst am Abend auf Futtersuche gehen. Sie ernähren sich hauptsächlich von verwesenden Pflanzenteilen oder toten Tieren und sind deshalb wichtig als Gesundheitspolizei in der Natur. Wenn sich eine günstige Gelegenheit bietet, fressen sie auch an Pflanzen, wobei sie kaum Schaden anrichten. Asseln können Sie einfangen unter feuchten Säcken, Holzwolle oder umgedrehten Blumentöpfen. Da Asseln auf Feuchtigkeit angewiesen sind hilft es, wenn Sie den Boden um oder unter gefährdeten Pflanzen mit Steinmehl pudern oder gemahlenen Neemsamen ausstreuen. Neem hilft – auch bei Schnecken Neemsamen stärken die Pflanzen. Sie stimulieren das Blattgewebe, verbessern die Festigkeit des Gewebes und stellen somit eine natürliche Barriere gegen Schädlinge, insbesondere Schnecken dar. Außerdem ist Neemsamen ein idealer organischer Dünger. |
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