Pflanzenschutz mit Steinmehl

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Mit Steinmehl machen Sie nichts verkehrt und vieles besser, denn das mineralische Pulver regeneriert den Boden, fördert den Kompost und schützt die Pflanzen.

Legen Sie dem Garten Puder auf!

Steinmehl für Pflanzenschutzzwecke sollte möglichst fein vermahlen sein. Als hauchdünner Belag auf den Blättern härtet es das Gewebe und macht es widerstandsfähig gegen Pilzsporen. Auch saugende Insekten suchen sich dann lieber eine andere Nahrungsquelle. Außerdem belästigt der feine Staub Läuse, Rote Spinne und andere weichhäutige Insekten beim Atmen und Bewegen. Da Gesteinspuder auch desodorierend wirkt, nehmen Schädlinge, die sich besonders nach ihrem Geruchssinn orientieren, Aromen und Lockhormone nicht mehr gezielt wahr und sind verwirrt. Folgende Anwendungsmöglichkeiten gibt es:

Vorbeugendes Spritzen gegen Pilzkrankheiten:

Teigen Sie 200 bis 300g Steinmehl mit etwas Wasser an, und verdünnen Sie den Brei unter ständigem Rühren mit 10l Wasser. Spritzen Sie regelmäßig einmal pro Woche und nach dem Regen. Wählen Sie dazu die Morgen- oder Abendstunden oder Tage mit trübem Wetter. Bei Sonnenschein kann es zu Verbrennungen auf den Blättern kommen. Fertige Spritzbrühe lässt sich aufbewahren, muss aber vor der nächsten Behandlung gut aufgeschüttelt werden.

Stäuben bei Insektenbefall:

Stäuben lässt sich mit einer speziellen Puderspritze (von Lava Union) oder einem Handfeger, den Sie in eine Schüssel mit Steinmehl tauchen und über den Pflanzen ausschlagen. Am besten stäuben Sie morgens auf die noch taufeuchten Pflanzen. Vermeiden Sie das Stäuben in den Bienenflugzeiten und verschonen Sie die Gartenbereiche in denen sich viele Nützlinge aufhalten.

Vergrämen:

Schnecken lassen sich durch einen 5-10cm breiten Steinmehl-Schutzwall von Setzlingen abhalten. Nach einem Regen muss der Wall aber erneuert werden. Eine Paste aus Steinmehl mit zerquetschten Zwiebeln, Knoblauch, Holunderblättern oder anderen geruchsintensiven Pflanzen vertreibt Wühlmäuse und Maulwürfe aus ihren Gängen. Als Mittel gegen Wildverbiss wirkt eine Paste aus Steinmehl und Gerbstoffpulver (Tannin aus der Apotheke), die in Fraßhöhe auf die Rinde aufgetragen wird.

Baumanstrich:

Ein Brei aus Tonmehl eignet sich sehr gut als Winteranstrich für Obstbäume. Er schützt die Rinde vor Frostrissen und verklebt die Schlupflöcher der Schädlinge.
 
 


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