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Gartentipps im Juli
Katzen im GartenSchon oft haben Katzen die Gemüter von Gärtnern erregt. In der Tat ist es ärgerlich, wenn Stubentiger frisch bestellte Beete als Toilette missbrauchen und dabei junge Pflanzen ausreißen. Werden dann auch noch Salate mit Urinspritzern markiert und Vogelnester geplündert, machen sich Mimi und Mohrle nachhaltig unbeliebt. ... denn sie wissen nicht, was sie tun Auf keinen Fall darf der Gärtner das Verhalten der Katze persönlich nehmen (soll vorkommen!). Katzen handeln nach ihrem Instinkt, aber auch nach ihrer Erfahrung. Deshalb besteht die Chance, ihnen bestimmte Verhaltensweisen abzugewöhnen. Aber dazu gehört etwas Geduld, sowie Respekt und Liebe vor dem Geschöpf. Doch was kann man tun für ein friedliches Zusammenleben von Gärtner und Katze? Tipps für katzengeplagte Gärtner >> Frisch bestellte Beete und andere gefährdete Flächen sichern Sie mit Vlies oder einem Hasen- oder Kükendraht (Baumarkt). Die Ränder beschweren Sie z.B. mit Steinen. Auch eine Baustahlmatte schützt. Ideal ist ein Holzrahmen aus Dachlatten, bespannt mit Hasengitter, den Sie leicht von den Beeten entfernen können. >> Je dichter ein Beet bewachsen ist, um so weniger ist es gefährdet. Deshalb gibt es einen Trick: Säen Sie Kressesamen auf einem Beet, das Sie bestellen wollen. Während die wüchsige Kresse schnell das Beet begrünt, wachsen die gewünschten Pflanzen zwischen den Keimlingen in Ruhe heran. >> Auch Beete, die gemulcht werden (Rindenmulch, Rasenschnitt, Beinwell, etc.) oder mit >> Stellen Sie den Katzen eine eigene Toilette im Garten zur Verfügung, am besten einen kleinen Kasten mit Sand; damit das Klo benutzt wird, muss es regelmäßig gereinigt werden. Das selbe sollte auch der Katzenbesitzer in seinem Garten tun. >> Der Sandkasten für die Kinder muss abgedeckt werden. >> Schaffen Sie den Besuchern Ihres Gartens eine eigene Ecke: Pflanzen Sie die von ihnen geliebte Katzenminze in den Gartenteilen, in denen sie keinen Schaden anrichten können. Gerne liegen Katzen erhöht auf warmen Steinen, geschützt vor Wind und Wetter. Dort soll man sie dann auch in Ruhe lassen! >> Nicht zu vergessen, Katzen halten Feld- und Wühlmäuse unter Kontrolle. Ein gemütlicher Platz für die Katze neben dem Komposthaufen zeigt sich dabei besonders effektiv. Im Lauf der Zeit wird sich die Katze merken, wo sie erwünscht ist und wo nicht. Dabei gibt es folgende Methoden, sie zu vertreiben: >> Katzen verabscheuen Wasser. Bekommen sie mehrmals hintereinander eine kalte Dusche aus einer Wasserspritzpistole (Spielwarenladen) oder einem Gartenschlauch verpasst, werden sie entsprechende Plätze meiden. Diese Methode erfordert anfangs etwas Zeit und Geduld, ist aber bei vielen Katzen erfolgreich. Katzen sind sehr lärmempfindlich. Wirkungsvoll ist deshalb, wenn Sie mit einer wiederverschließbaren Blechdose nach ihr wefen, die mit Steinen gefüllt ist (aber bitte nicht treffen!I) Ein Appell! Bei allem Verständnis für Ihren Ärger, gehen Sie bei Ihren Vergrämungsmethoden nie soweit dass das Tier verletzt wird. Und sollte keine der Methoden funktionieren, seien Sie nicht enttäuscht! Erinnern Sie sich an die Devise des Biogärtners: "Leben und leben lassen" - und wer weiß, vielleicht löst sich das Problem dann ganz von alleine ... Tipps für Katzenbesitzer und Naturfreunde Gesunde Vögel werden von Katzen in der Regel nicht erbeutet. Sind allerdings sehr viele Katzen in einem Gebiet unterwegs, kann der Druck auf die Wildtiere enorm steigen. Während der Brutzeit werden Katzen oft mit einem Glöckchen ausgestattet. Weil damit aber das feine Gehör der Katzen arg strapaziert wird, ist dies keine optimale Lösung und hilflose Jungvögel sind ohnehin ausgeliefert. Besser ist es, Jungvögel vor den Katzen zu schützen. Im Fachhandel gibt es Baum-Manschetten, die unterhalb von Nistkästen angebracht werden. Auch stachelige Brombeerranken helfen. Hängen Sie Nistkästen mindestens 2 Meter über den Boden an Seitenästen oder an Fassaden auf, so dass Katzen nicht hinaufklettern können. Kästen mit einem steilen, glatten Dach bieten Katzen keinen Halt. Wenn Sie frisch ausgeflogene Jungvögel beobachten oder Altvögel, die stark warnen, sollten Sie die Katze für ein paar Tage nicht nach draußen lassen. Sprechen Sie bitte auch andere Katzenbesitzer an. Vogeltränken werden mit mind. 1,5 Meter Abstand zum nächsten Strauch aufgestellt, so dass die Katze sich nicht anschleichen kann. Katzenhalter sollten ihre Tiere kastrieren lassen, sobald sie ein halbes Jahr alt sind. Dies wird von Tierärzten empfohlen. Werden Katzen kastriert, werden sie ruhiger und streunen weniger herum. Dies ist auch der Fall, wenn sie sich zu Hause wohl fühlen und man mit ihnen spielt. Überlassen Sie Ihre Katze nicht sich selbst, wenn Sie in Urlaub fahren. Hungrige und heimatlose Katzen sind eine Gefahr für die Singvögel. Einen Frevel am Tier und an der Natur begeht, wer Katzen aussetzt. Sind die Tiere nicht kastriert, gibt es zahlreichen Nachwuchs und die hungrigen Mäuler stellen eine Bedrohung für die Vogelwelt (besonders die Bodenbrüter) und andere kleine Wildtiere dar. Der Leidensdruck für die Katzen selbst ist groß (ständige Nahrungssuche, Raufereien, Verletzungen, Krankheiten etc.) Tierschutzorganisationen vor Ort helfen, die Tiere zu kastrieren (z.B. Bund der Katzenfreunde o.a.) KvBo / ChMa Zeichnungen: Klaus Pitter, Christine Faltermayr |
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