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Aktuelle Meldungen
04.01.2008
Vortragsreise Percy Schmeiser beginntPercy Schmeiser in Deutschland Der weltweit bekannte Streiter gegen die gefährliche Saat der Gentechnikkonzerne wird im Gerichtssaal in Nürtingen sowie in München Feldbefreier unterstützen. Dort will er auch dem angeklagten Imker eine Solidaritätserklärung überreichen, in der er anbietet, an seiner Stelle eine Haft anzutreten. Der Bauer Percy Schmeiser hat im Dezember 2007 in Stockholm den Alternativen Nobelpreis für den Schutz der Biodiversität und den Kampf gegen die Patentierung von Saatgut gewonnen. Die Rapsfelder des Saatgutzüchters wurden durch Genpflanzen der Firma Monsanto, die von den Nachbarfeldern herübergeweht wurden, verunreinigt. Obwohl er nachweisen konnte, dass er das lizenzpflichtige Saatgut nicht angebaut hatte und seine Ernte durch das Monsantosaatgut wertlos geworden war, wurde er wegen Missbrauchs des Patentschutzes verurteilt. Der Fall Schmeiser zeigt die schizophrene Situation der gegenwärtigen Rechtsprechung. Seit in Deutschland gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden dürfen, wird der Protest der Bevölkerung immer vernehmlicher. „So etwas wie Koexistenz, also ein Nebeneinander von Gentechnik und traditioneller Landwirtschaft gibt es nicht“, erklärt Schmeiser. Die Erfahrungen aus Kanada hätten gezeigt, dass einige Jahre nach Einführung der Gentechnik praktisch kein gentechnikfreier Anbau mehr möglich ist. Vortragsreise durch Deutschland Von diesen Erfahrungen wird der Bauer, der bereits im Jahre 2000 in Indien den „Mahatma Ghandi Preis“ verliehen bekommen hat auf einer Vortragsreise durch Deutschland und Österreich berichten. 9. Januar 2008: Demo in München
Am 9. Januar 08 wird er auf einer „Demo für sauberes Saatgut und ein Europa ohne Gentechnik“ am Odeonsplatz in München sprechen.
Im Anschluss daran findet eine Gerichtsverhandlung gegen die Gentechnikgegner Jürgen Binder, Imkermeister, Rainer Kuhbach, Milchviehbauer und Tanja Hinze, Mutter statt. Die Angeklagten fordern ein totales Gentechnik-Anbauverbot in Deutschland. Der Imker: „Der sogenannte Versuchsanbau in Grub ist staatlich subventionierte Kontamination“. Binder war in erster Instanz zu 50 Tagessätzen verurteilt worden. Auf der Demo sprechen auch Bauernvertreter aus England, Frankreich und der Schweiz. Am Montag, den 7. Januar, findet um 8.30 Uhr vor dem Amtsgericht Nürtingen ein Prozess gegen den Bioimker Achim Schultheiß statt. Er hatte im Jahr 2006 nach vorheriger, öffentlicher Ankündigung drei Genmaispflanzen von einem Versuchsfeld der FachhochschuleNürtigen zerstört. Die Staatsanwaltschaft fordert für diesen Akt zivilen Ungehorsams gegen eine große Gefahr völlig unangemessene 150 Tagessätze. Am Dienstag, den 8. Januar findet um 13.30. Uhr ein Prozess am Verwaltungsgericht Frankfurt/Oder statt. Kläger ist der Gentechnikgegner Carsten Orth, der als Teilnehmer einer großen Feldbefreiungsaktion bei Strausberg in Brandenburg 2005 in Gewahrsam genommen wurde. Die Polizei hatte dabei die Feldbefreier auf dem Hof des Gentechnikanbauers regelrecht vorgeführt, was den Aktivisten zu der Klage bewegte. Termine der Vortragsreise unter: www.percy-schmeiser-on-tour.orgwww.gendreck-weg.de |
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