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16.12.2011  

Hauptstadt der Biodiversität

Der "Park der Sinne" in Laatzen bei Hannover wurde zur Expo 2000 angelegt und ist ein Sinn-Erlebnispark - sehen, hören, fühlen, riechen. Foto: Irene Lehmann / pixelio.de
Fünf europäische Städte und Gemeinden, darunter Hannover, wurden in Brüssel mit dem Titel "Europäische Hauptstadt der Biodiversität 2011" ausgezeichnet.

 
 
 
Isabelle Durant, Vizepräsidentin des europäischen Parlamentes, betonte in ihrer Videonachricht die hohe Bedeutung einer reichhaltigen urbanen Biodiversität:
 
"Natur in der Mitte unserer Städte zu bewahren ist ein Schlüsselfaktor für eine dauerhaft hohe Lebensqualität. Vor dem Hintergrund zahlreicher ökonomischer Herausforderungen, denen Städte heute begegnen müssen, erfordert das ein hohes Maß an Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft und Politik."
 
Die Gewinner
 
Der deutsche Gewinner, Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover (520.000 Einwohnerinnen und Einwohner) bemüht sich seit Jahren um ein grünes und lebenswertes Wohn- und Arbeitsumfeld in der Stadt. Sein Programm "Mehr Natur in der Stadt" fördert die biologische Vielfalt vor Ort und widmet sich dem Erhalt und dem Ausbau innerstädtischer Grünflächen. Darüber hinaus schützt die Strategie die Natur auch indirekt und langfristig, indem sie versucht, Hannovers Bewohnerinnen und Bewohner für die Natur vor Ort zu begeistern. Zu diesem Anlass sind mehrere außergewöhnliche Bildungseinrichtungen im Stadtgebiet verteilt, die mit durchdachten pädagogischen Konzepten die Bedeutung der Biodiversität vermitteln und auf die Notwendigkeit ihres Schutzes hinweisen.
 
Auch das südfranzösische Montpellier darf sich ab sofort mit dem Titel "Europäische Hauptstadt der Biodiversität" schmücken. Geehrt wurde sein Aktionsplan für Biodiversität 2010-2014 und sein internationales Engagement.
 
Die ungarische Kleinstadt Szentes (29.400 Einwohnerinnen und Einwohner) machte mit ihrer naturnahen Bewirtschaftung des Flusses Kurca sowie mit dem Schutz heimischer Tiere der Agrarlandschaft auf sich aufmerksam.
 
Kremnica in der Slowakei (5.500 Einwohnerinnen und Einwohner) überzeugte als einer der Gastgeber des Umweltfilmfestivals "Envirofilm".
 
In Spanien gewann das im Nordwesten des Landes gelegene Dorf Puebla de Sanabria (1.600 Einwohnerinnen und Einwohner), das unter anderem mit dem Aufbau eines weltweit bedeutsamen Informations- und Forschungszentrums über den Iberischen Wolf punkten konnte.
 
Die Gesamtkoordination des EU-geförderten Projektes unterlag der Leitung der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH).
 
Robert Spreter, Leiter Kommunaler Umweltschutz der DUH, betonte, dass unter den neun Siegerstädten der Wettbewerbe der Jahre 2010 und 2011 sowohl Großstädte als auch sehr kleine Kommunen zu finden seien:
 
"Wir müssen Kommunen aller Größen an Bord holen. Während kleinere Gemeinden oft über große ländlich geprägte Gebiete mit entsprechenden Verantwortlichkeiten für Gewässer, Agrarland und Wälder verfügen, liegt es in den größeren Städten oftmals an der Verwaltung, ob und wie viel Biodiversität die Bürgerinnen und Bürger überhaupt in ihrem Wohn- und Arbeitsumfeld erfahren und erleben können."
 
Die abgefragten Themenbereiche waren:
 
Kommunale Grünflächen, Planungsinstrumente, Arten- und Biotopschutz,
Land- und Forstwirtschaft, Gewässerunterhaltung, Konzeption und Kooperation sowie Umweltbildung und Umweltgerechtigkeit.
 
Alle Wettbewerbe wurden mit Workshop-Reihen begleitet und in ausführlichen Broschüren mit vorbildlichen Projekten aus den Teilnehmerkommunen dokumentiert.
 
Weitere Informationen zu dem europäischen Projekt finden Sie auf der englischsprachigen Internetseite:
 
 
Informationen zum deutschen Wettbewerb sind erhältlich unter
 

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