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02.01.2012
Italienischer Bioskandal
Nach der Aufdeckung mutmaßlicher Betrugsfälle mit gefälschten Bio-Produkten in Italien haben die italienischen Behörden weitere Details bekannt gegeben.
Aufgrund der bisher aus Rom übermittelten Informationen konnten acht deutsche Unternehmen mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen identifiziert werden, die direkt mit gefälschter Bio-Ware aus Italien beliefert worden waren.
Bei der verdächtigen Ware handelt es sich überwiegend um Sojabohnen, Sojakuchen und Rapskuchen, die hauptsächlich zur Verwendung als Futtermittel bestimmt waren.
Nach Angaben der italienischen Behörden sollen rund 550 Tonnen gefälschte Bio-Waren, vorwiegend Futtermittel, nach Deutschland exportiert worden sein.
Nicht zuletzt auf Drängen Deutschlands wurde seitens der italienischen Behörden nunmehr eine offizielle Liste von Lieferanten, die im Rahmen der Ermittlungen auffällig geworden sind, sowie eine Liste mit Produkten und Transaktionen vorgelegt. Auf Grund des laufenden Ermittlungsverfahrens sind die Listen aber noch nicht vollständig.
Das italienische Landwirtschaftsministerium hat weitere Informationen nach Freigabe durch die Ermittlungsbehörden zugesagt.
Zurzeit sind in Deutschland wie auch in einigen anderen Mitgliedstaaten
der EU auf der Grundlage der EU-Öko-Verordnung Verdachtswaren für eine
Ökovermarktung gesperrt.
Quelle:
BMELV Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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