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30.08.2010
Jetzt ist BirnenzeitTafelbirnen werden meist genussreif im Handel
angeboten, aber ihre Lagerfähigkeit ist begrenzt.
Birnen auf dem Markt aus hiesigem Anbau stammen vor allem aus Baden Württemberg, Bayern,
Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Die
saftig-süßen Früchte schmecken als Tafelbirne, fruchtiges Dessert,
feine Beilage zu Wild und edler Obstbrand.
Vornehme Vielfalt
Wie Apfel und Quitte zählt auch die Birne zum Kernobst und gehört zur
Familie der Rosengewächse. Hinsichtlich der Sortenvielfalt kann die Birne mit
dem Apfel gut mithalten. Weltweit sind mehr als 2.500 Sorten bekannt, im
deutschen Anbau sind 25 Sorten bedeutsam. Davon dominieren etwa zehn
das Marktangebot.
Sie tragen allesamt vornehme Namen: Die berühmte,
saftig-süße „Williams Christ“, die leicht würzige „Conférence“, „Clapps“ feinsäuerlicher
„Liebling“, die weinsäuerlich-süße „Gellerts Butterbirne“, die süße
und würzige „Alexander Lucas“ oder die „Köstliche aus Charneux“ mit fein
säuerlichem Geschmack.
Es gibt Most- und Tafelbirnen, wobei Ersteren im Handel keine Bedeutung
zukommt.
Die Sorten unterscheiden sich in Form, Größe und Schalenfarbe,
Saftgehalt, Fruchtfleischkonsistenz und natürlich dem Aroma. Des Weiteren
teilt man die Sorten, je nach Erntezeitpunkt in Sommer-, Herbst- und
Winterbirnen ein.
Köstliche Küchenideen
Neben den Tafelbirnen, die man direkt vom Baum oder nach einer gewissen
Nachreifungsphase verspeisen kann, machen die Kochbirnen Karriere in der
Küche. Sie können zu Birnenkompott und Birnensaft, Mus oder Marmelade
verarbeitet werden, oft werden sie hierfür mit Äpfeln gemischt. Die feinen Aromen der Birne schätzt man auch
bei der Brandweinherstellung.
Fitte Früchtchen
Birnen schmecken nicht nur gut, sie sind auch gesund. Der hohe
Ballaststoffgehalt bringt die Verdauung in Schwung, B-Vitamine und Folsäure
unterstützen Wachstum und Blutbildung und der hohe Kaliumgehalt sorgt für
einen ausgeglichenen Wasserhaushalt.
Sensible Süßfrüchte
Ohne Äpfel mit Birnen vergleichen zu wollen: Birnen sind die – aufgrund des
geringeren Fruchtsäuregehaltes - weitaus süßeren, aber etwas sensibleren
Geschwister der Äpfel.
Tafelbirnen werden meist genussreif im Handel angeboten. Ihre Lagerfähigkeit ist begrenzt: Sie sind druckempfindlich und
entwickeln braune Druckflecken. Gleichzeitig werden sie immer süßer und
sollten bald vernascht werden, weil sie sonst überreif werden.
Genuss-Geschichte
Mit Birnen genießt man eine sehr alte, seit Jahrtausenden bekannte Frucht.
Den Ursprung der Kulturbirne vermutet man im Kaukasus oder in Anatolien,
wo sie sich wohl aus zwei Wildarten entwickelt hat. Vor allem die Römer
waren begeisterte Züchter, sie unterschieden bis zu 40 Sorten. Im
Mitteleuropa war der Anbau vor allem Sache der Klöster. Der französische
Sonnenkönig XIV. verhalf der Birne in seiner Residenz in Versailles zu ihrer
ersten großen Blüte, wovon heute noch einige Birnenbäume in seinem Garten
zeugen. Schließlich machte die Birne hierzulande große Karriere – bis hin
zum Einzug in die deutsche Dichtung. Dort stehen sie bei Herrn Ribbeck zu
Ribbeck im Havelland...
Quelle: Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse |
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