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10.05.2011
Jede Blüte hilft
Ob im Garten oder auf dem Balkon, mit den richtigen Pflanzen leisten Sie Bienen, Hummeln und Co. einen wichtigen Dienst.
Blühflächen im Garten
Über 550 Bienenarten leben in Deutschland - mehr als die Hälfte davon sind jedoch in ihrer Existenz bedroht. Ein Zustand, auf den das Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit seiner Jahresaktion „Jede Blüte hilft“ aufmerksam machen möchte.
In dem Netzwerk sind etwa 220 Bio-Bauernhöfe in ganz Deutschland organisiert, die durch Blütenwanderungen oder dem Bau von Bienenhotels mit Kindergruppen zahlreiche Aktivitäten zum Thema anbieten.
Einen Lebensraum finden Bienen dort, wo es vom Frühjahr bis in den Herbst reichlich blüht. Für den Winter brauchen sie Plätze zum Nisten und überwintern.
Durch intensive Landnutzungsformen und die „aufgeräumte“ und „ausgeräumte“ Natur - auch in den privaten Gärten - haben sich die Lebensbedingungen der Wildbienen, zu denen auch die Hummeln gehören, enorm verschlechtert. Bei fehlender Nahrung können sie die Sommerzeit nicht überleben. Das gilt auch für die Honigbienen, die von den Imkern nicht selten mit Zucker gefüttert werden müssen.
Bienenfreundliche Blütenpracht
Wer bei der Bepflanzung von Garten, Terrasse und Balkon auf bunte Blühflächen aus einheimischen und standortangepassten Pflanzen setzt, bietet den Blütenbesuchern den so wichtigen Lebensraum. Wilde Ecken und Winkel im Garten mit Verbuschung, Wasserstellen und offenem Boden bilden einen spannenden optischen Kontrast im Garten und dienen den Bienen als Nistmöglichkeit.
„Optimal für die Wildbienen ist eine arten- und sortenreiche Gestaltung der Beete mit Blumen, Kräutern und Stauden, die vom Frühjahr bis in den späten Herbst blühen“, so Verena Uhlig von der Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau in Witzenhausen, die die bundesweite Jahresaktion „Jede Blüte hilft“ initiiert hat.
Ideal sind Astern, Sonnenblumen, Malvenarten, Akelei, Rittersporn und Löwenmaul. Aber auch heimische Obstbäume, Beerensträucher und blühende Gemüsepflanzen, wie Zucchini, Kürbis und Gurke, machen den Nutzgarten zu einem Zuhause für Bienen und Co..
Wer keinen Garten hat, kann durch eine Balkonbepflanzung mit Goldkosmos, Goldlack, Kapuzinerkresse oder Küchenkräutern ein wichtiges Nahrungsangebot für die Bienen schaffen.
Bienen decken uns den Tisch
Die verschlechterten Lebensbedingungen für die Wild- und auch die Honigbienen treffen uns alle.
„Über 60 Prozent aller in Deutschland vorkommenden Pflanzenarten brauchen Bienen zur Befruchtung“, so Verena Uhlig. Durch die Bestäubung sorgen die Blütenbesucher für eine artenreiche Natur und sichern damit die Erträge im Obstanbau und der Landwirtschaft. Darüber hinaus liefern die Honigbienen durch den gesammelten Nektar und Pollen auch Bienenwachs, Propolis, Gelee Royal und Bienengift. Diese Rohstoffe werden für die Herstellung verschiedener Lebens-, Genuss- und Heilmittel, wie Honig, Likör, Kerzen, Arzneimittel und Kosmetika, verwendet.
Weitere Informationen gibt es unter:
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