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12.01.2012
Wasserversorgung reguliert Schärfe von Chilis
Chilipflanzen haben gute Gründe für die Produktion des "Scharfmachers" Capsaicin:
Es schützt Chili-Samen vor Pilzen und Fraßschädlingen.
Warum manche Chilipflanzen dennoch weniger Capsaicin bilden als andere, haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden. Die Forscher untersuchten den Anteil von scharfen und milden Schoten bei wild wachsenden Chilis an zwölf Standorten in Bolivien, vom trockenen Nordosten bis zum feuchten Südwesten.
Der Anteil scharfer Früchte nimmt mit feuchterem Klima zu. Da hier auch die Pilzinfektionen steigen, wirkt sich die Capsaicin-Produktion dann besonders vorteilhaft aus. Bei Trockenheit jedoch produzieren "scharfe" Chilipflanzen nur halb so viele Samen wie "milde".
Der Grund dafür wurde bei anschließenden Anbauversuchen im Gewächshaus ermittelt: Pflanzen, die viel Capsaicin produzieren, haben mehr Spaltöffnungen an der Blattunterseite. Sie verdunsten dadurch aber auch mehr Wasser. Ist genug Wasser vorhanden, beeinträchtigt sie das nicht.
Der Anteil von Chilipflanzen mit scharfen oder milden Schoten an einem bestimmten Standort wird also durch das Gleichgewicht zwischen dem Vorteil der Schädlingsresistenz und dem der besseren Resistenz gegen Trockenstress bestimmt.
Die Wasserversorgung ist also entscheidend für die Schärfe von Chilis.
Quelle: Dr. Margit Ritzka, www.aid.de
Weitere Informationen:
www.washington.edu/news/articles/to-turn-up-the-heat-in-chilies-just-add-water |
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