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24.01.2012
Leinöl und Nüsse statt Fische
Damit erhält der Körper die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, ohne dass die Meere leer gefischt werden.
Der Fischabhängigkeitstag
Die EU-Mitgliedsstaaten produzieren und konsumieren verschieden große Mengen an Fisch. Dementsprechend erschöpfen sie ihre heimischen Fischvorräte unterschiedlich schnell.
Der Fischabhängigkeittag (fish dependence day) ist ein errechnetes Datum und gilt als Gradmesser für die Selbstversorgung eines Landes mit Fisch.
Weite Anreise bis zum Teller
Für Österreich war der Fischabhängigkeitstag am 15. Januar, für Deutschland ist er am 27. April, für die gesamte EU am 2. Juli. Das bedeutet, dass beinahe die Hälfte des europäischen Fischkonsums durch Fisch aus außereuropäischen Gewässern gedeckt wird. Die Tatsache, dass der Fischabhängigkeitstag der EU seit dem Jahr 2000 immer früher eintritt zeigt, dass Europa immer mehr Fisch aus fremden Gewässern fischt und der dortigen Bevölkerung die Lebensgrundlage entzieht.
„Jeder zweite in Europa konsumierte Fisch stammt mittlerweile von außerhalb der EU, hauptsächlich aus Afrika und Asien. So suchen europäische, hoch ausgerüstete Fangflotten weltweit nach den letzten großen Fischbeständen und beuten dabei ganze Meeresregionen aus, zum Beispiel Madagaskar oder die Seychellen“, erklärt Mag.a Gabriele Wittner, Ernährungsexpertin von "die umweltberatung".
Ohne Fisch geht’s auch!
„Fisch wird wegen der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren für die gesunde Ernährung empfohlen. Aber auch wer weniger oder keinen Fisch isst, kann gesund leben. Denn Omega-3-Fettsäuren finden sich nicht nur im Fisch, sondern auch in Pflanzen, besonders in Leinöl und Rapsöl. In Walnüssen, Mohn, Soja und grünem Gemüse wie Kohl, Spinat und Kohlsprossen sind die Omega-3-Fettsäuren ebenfalls enthalten“, empfiehlt die Ernährungswissenschafterin. Eine ausgewogene Ernährung mit täglich fünf Portionen Obst und Gemüse und reichlich Vollkornprodukten schützt vor Herz- Kreislauferkrankungen.
Weniger ist besser fürs Meer
Je weniger Fische am Teller landen, desto besser können sich die Meere von der Überfischung erholen. „Reduzieren Sie Ihren Fischkonsum. Wenn Sie Fisch essen, wählen Sie aus dem wachsenden Angebot von nachhaltig gefangenen oder gezüchteten Fischen“, appelliert Gabriele Wittner. Sie empfiehlt österreichischen Bio-Fisch, Alpenlachs und heimische Fische aus Wildfang. Und wenn es einmal Meeresfisch sein soll, dann am besten solcher, der mit dem MSC Gütesiegel gekennzeichnet ist.
Informationen Das Infoblatt „Fisch – nachhaltig aufgetischt“ mit Hintergrundinformationen zu umweltverträglichem Fischgenuss steht kostenlos im Downloadbereich auf www.umweltberatung.at zur Verfügung. Bestellung um € 1,50 plus € 1,65 Versandkosten sowie persönliche Beratung bei "die umweltberatung" unter 01 803 32 32. Quelle: www.umweltberatung.at |
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