Folge 3: Ein Beet für die Böhnchen

Katjas Soja-Versuch

© Katja Holler
Für das "1000 Gärten-Soja-Experiment“ hatte ich beim Anmelden eine Beetgröße von sechs Quadratmetern angegeben, kleiner durfte es nicht sein. Aber woher sollte ich die Fläche nehmen?
 
Vom Gemüsebeet abzwacken, die Blumenwiese umgraben, die Nachbarn bequatschen? Aber dann kam ein neues Stückchen Land auf mich zu ...
 
Im Gemeinschaftsgarten, sehr idyllisch und weitab von den Strömen der Ammersee-Touristen gelegen, gab noch einen Platz, und die Gärtner waren von dem Soja-Experiment sowieso schon begeistert. Tatsächlich gab es bereits einen Mitmacher. Aber doppelt hält ja bekanntlich besser.
 
Ein Acker voller Quecken 
 
Dass in einer Gartengruppe die Filetstücke des Feldes unbestellt bleiben, ist natürlich extrem unwahrscheinlich und mein Stückchen Land genoss den Ruf „nicht so wahnsinnig fruchtbar” zu sein. Umso besser, dachte ich mir, die Sojapflanze bildet ja tiefe Wurzeln aus und soll eine ausgezeichnete Bodenkur sein – da kann sie gleich mal beweisen, was sie zustande bringt.
 
Mein neues Feldstück war vollständig mit Quecken bedeckt! Mit Hilfe meines Sohnes haben wir auf neun Quadratmetern Queckensoden abgestochen und die Erde so gut es ging abgeschüttelt. Freunde, das gibt Muckis! Die Quecken haben wir zu einem Hügelbeet im Norden der Sojafläche aufgeschichtet und mit Pappe (riesige Kartons vom Fahrradladen) und schwarzem Unkrautvlies bedeckt. Vlies allein bringt die Ausläufer nicht um! Der Wall bildet eine Sonnenfalle für die verfrorenen Pflanzen und bietet Windschutz.
 
Wollen wir doch mal sehen, ob so ganz nebenbei nicht auch ein hervorragender Kürbishügel herauskommt.

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