Folge 5: Oh weh – die Eisheiligen

Katjas Soja-Versuch

© Katja Holler
Vielleicht war ich mit der Soja-Aussaat vor gut einer Woche doch zu voreilig?
 
Die ersten Böhnchen stecken ihre Köpfe aus der Erde, und ausgerechnet jetzt herrscht Sauwetter mit nächtlicher Frostgefahr ...
 
Aber nicht nur die nasse Kälte bereitet mir Sorgen, auch die Schnecken liegen mir auf der Seele. Kaum lässt ein Böhnchen auch nur eine Schulter seiner Keimblätter blicken, sind die schon angeknabbert. Ich hab vorsichtig die Erde wegwischt – einige Keimlinge weisen Schabespuren auf, bevor sie das Licht der Welt erblicken! Das kann ja heiter werden.
 
Also streue ich biologisches Schneckenkorn rund um das Beet, obwohl wir in der Gruppe besprochen haben, das nur im äußersten Notfall zu tun. Aber nach so viel Quecken-Entsorgungs-Mühen möchte ich Erfolge sehen. Das bin ich meinen malträtierten Handgelenken schuldig.
 
Und dann ist es noch so kalt, dass ich abends immer auf’s Feld radele und Wintervlies über der Fläche ausbreite. Es hilft, die Sojaböhnchen kommen zwar keinen Millimeter vorwärts, aber immerhin sie leben noch!
 
Das andere Soja-Versuchsbeet in unserem Gemeinschaftsgarten ist noch gar nicht angelegt. Michael wartet die Eisheiligen ab. Mist, das hätte ich vielleicht auch so machen sollen!

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