Fruchtfolge

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Im Gemüsegarten bedeutet Fruchtfolge: Jedes Jahr wächst auf dem Beet eine andere Gemüseart.
 
Je nach Art sollte dasselbe Gemüse frühestens nach 3 bis 5 Jahren wieder auf der selben Fläche angebaut werden.
 
Dreifelderwirtschaft
 
Der Begriff Fruchtfolge stammt aus der mittelalterlichen Landwirtschaft, als für alle Bauern verpflichtend die Dreifelderwirtschaft eingeführt wurde. Sie lieferte höhere Erträge und bestand aus der Anbau-Abfolge:
 
Wintergetreide – Sommergetreide – Brache
 
Später erweiterte man dies auf die Vierfelderwirtschaft mit:
 
 Kartoffeln – Getreide – Hülsenfrüchtler – Brache
 
 
Warum das Wechselspiel?
 
■  Weil auf das jeweilige Gemüse spezialisierte Krankheitserreger im Boden überdauern und sich bei häufigem Anbau ihres Wirtes prächtig vermehren. Beispiel: Kohlhernie, Salatfäule, Älchen
 
■  Weil absterbende Wurzelreste Stoffe in den Boden abgeben, die Keimung und Wachstum der eigenen Art behindern. Je nach Gemüse fällt diese Unverträglichkeit mehr oder weniger stark aus. Beispiel: Erbsen
 
■  Weil bei einseitiger Nutzung mit immer der selben Gemüseart, dem Boden einseitig Nährstoffe entzogen werden. Beispiel: Kopfkohl, Sellerie
 
■  Weil man Dünger spart, wenn man in die Fruchtfolge Hülsenfrüchtler einplant. Sie reichern den Boden mit Stickstoff an. Beispiel: Erbsen, Bohnen
 
■  Weil Pflanzen mit großen oder vielen Blättern den Boden beschatten, dadurch Wildkräuter unterdrücken und das Beet so für nachfolgende schmalblättrige Gemüsearten wie Zwiebeln oder Möhren „säubern.“ Beispiel: Kartoffeln, Kürbis 
 
 
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