Gartentipps im Februar

Gemüse aus dem eigenen Garten

Im klassichen Gemüsegarten wachsen auch Blumen - Foto: BGL
Was für die Generation der Eltern und Großeltern noch ganz selbstverständlich war - im Garten neben Blumenrabatten auch Obst und Gemüse anzupflanzen - schien eine Zeit lang in Vergessenheit geraten zu sein.
 
Eine gesunde Ernährung und hochwertige Lebensmittel ohne Transportaufwand sind der Grund, warum immer mehr Menschen zurück zum eigenen Gemüsebeet kehren.
 
Vor der Ernte kommt die Planung
 
Voraussetzung für eine erfolgreiche Ernte ist eine umfassende Planung im Miteinander von Zier- und Nutzgarten. Zuallererst ist es wichtig, zu wissen, wie viel Zeit man mit und im (Gemüse-)Garten verbringen möchte oder auch kann und wie viel Gemüse und Obst im Haushalt verbraucht wird. Die neue Gartenanlage kann so dem Lebensstil der jeweiligen Besitzer individuell angepasst werden.
 
Wer im Sommer „nur" ein paar Beeren naschen möchte oder Kräuter für den Frühstücksquark benötigt, dem genügen vielleicht schon ein paar Töpfe mit Erdbeerpflanzen oder eine Kräuterspirale in der Nähe der Terrasse.

Je größer das Grundstück, desto größer kann auch der Anteil des Nutzgartens sein, Obstbäume und sogar ein Gewächshaus inbegriffen. Landschaftsgärtner raten, bei der Anlage auf die Breite der Beete zu achten. Um noch bequem arbeiten zu können, ist eine Beetbreite von einem Meter ideal. Zwischen den Beeten angelegte Wege sind nicht nur der Optik wegen wichtig, sie dienen auch der Sicherheit. Als Belag sind unterschiedlichste Materialien möglich. Natursteine sind ideal, da sie auch bei Regen problemlos begehbar sind. Holzbelag oder Rindenmulch auf den Wegen können dagegen bei nassem Wetter rutschig werden.
 
Klassischer Bauerngarten
 
Rustikal und sehr üppig wird es in einem Bauerngarten. Diese klassische und schon sehr alte Gartenform findet man häufig in ländlichen Regionen, doch auch immer mehr Städter entdecken die ursprüngliche Schönheit dieser Gestaltungsvariante.
 
Typisch für einen Bauerngarten ist das knospende und sprießende Neben- und Miteinander von Nutz- und Zierpflanzen. Regionale Unterschiede geben dieser Gartenform ihr besonderes Erscheinungsbild. Immer wiederkehrende Merkmale sind dabei Holzzaun, Buchsbaumhecken, Wegkreuze, Kräuterspiralen und Rosen(-bögen), aber auch Hortensien und Lavendel, die in trauter Nachbarschaft zu den Nutzpflanzen unermüdlich blühen. Auch Obstbäume dürfen in einem Bauerngarten nicht fehlen. Sie umrahmen das Grundstück oder stehen an zentraler Position mitten im Garten.
 
An der Wand lang
 
Wer wenig Gartenfläche hat und dennoch nicht auf Obstbäume verzichten möchte, für den sind Spalierobst- oder die schlanken Säulenobstbäume ideal. Spalierobst hat den großen Vorteil, dass es platzsparend und direkt am Haus kultivierbar ist.
 
Höhergelegt
 
Auch Besitzer von kleinen Grundstücksflächen müssen auf erntefrisches Gemüse nicht verzichten, hier bieten sich beispielsweise Hochbeete an.
 
Die zum Teil in mehreren Etagen angelegten Beete geben einem Garten ein ganz neues, charmantes Gesicht. Die kastenförmigen oder rechteckigen Beete können mit unterschiedlichen Materialien wie naturbelassenem Holz oder (Natur-)Steinen eingefasst werden und fügen sich so harmonisch vor allem in naturnahe Gartenanlagen ein.
 
Die höhergelegten Beete lassen sich leichter bearbeiten und sind daher ideal für ältere Menschen. Man muss sich nicht mehr bücken und kann rückenschonend arbeiten. Gleiches gilt für einen behindertengerechten Garten, zum Beispiel für Rollstuhlfahrer.
 
Quelle: BGL

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