Gründünger fürs Gemüsebeet

Phacelia als schnellwachsender Gründünger
© bomwollen / pixelio.de
Damit der Boden nach der Ernte nicht kahl und unbedeckt bleibt, können Sie jetzt eine Gründüngung säen.

Für die Aussaat von Gründüngung im September empfehlen die Experten der Bayerischen Gartenakademie Phacelia, Senf, Winterroggen und Ölrettich.
 
Vorteile des Gründüngers
 
Gründüngung ist der Anbau von Pflanzen zur Verbesserung des Bodens. Die Gründüngungs- pflanzen beschatten den Boden, schützen vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung. Sie halten Unkräuter, wie Vogelmiere, Brennnessel, Gänsefuß und Franzosenkraut fern, binden Nährstoffe und schützen sie vor Auswaschung.
 
Regelmäßig eingesäte Gründüngungspflanzen verbessern den Boden. Sie können schweren, verdichteten Boden lockern. Sie erhöhen auf sandigen Böden den Humusgehalt sowie die Bodenfruchtbarkeit.
 
Was bei Gründüngung zu beachten ist
 
Achten Sie im Gemüsegarten bei der Wahl der Grüneinsaat auf die Fruchtfolge. So sollte Spinat nicht nach bzw. vor Roter Bete oder Mangold stehen.
 
Die schnellwüchsigen, preisgünstigen Kreuzblütler (Senf, Ölrettich, Raps) sind im Gemüsegarten mit Vorsicht zu betrachten, denn sie locken Schädlinge, wie Kohlfliege und Nematoden an. Hinzu kommt, dass alle Kreuzblütler für Pilzkrankheiten wie  Kohlhernie und Rettichschwärze eine Vermehrungsgrundlage bilden.
 
Gründünger Septembersaat
 
Eine Reihe von Pflanzenarten eignen sich für die Aussaat im September:
 
Der mit keiner Gemüseart verwandte, blaublütige Bienenfreund (Phacelia) entwickelt sich meist noch recht gut, wenn er gleich Anfang September gesät wird.
 
Winterroggen ist winterhart - Foto: Bayerische Gartenakademie
Als hervorragende Stickstoffsammler tun sich Steinklee, Winterwicke, Luzerne und Serradella hervor. Diese winterharten Gründünger bilden viel Grünmasse und grobe verholzte Teile, die den Winter über den Boden schützen, sich aber schlecht einarbeiten lassen. Die Pflanzenreste werden im Frühjahr abgemäht und kompostiert. Zwei Wochen vor der Flächennutzung wird umgegraben.
 
Bis Anfang Oktober ist Saatzeit für den frostfesten Winterroggen. Damit im Frühjahr das Einarbeiten der dichten Wurzelbüschel nicht zu mühsam wird, sollten Sie diese Arbeit sobald als möglich durchführen.
 
Einige Freizeitgärtner bevorzugen frostempfindliche Gründünger, da sich nach dem Frost die Pflanzenmasse enorm verringert. Als Mulch bleiben die Pflanzenreste den Winter über liegen und werden im Frühjahr eingearbeitet.
 
Quelle: LWG / Bayerische Gartenakademie  - Brigitte Goss
 

Foto: bomwollen  / pixelio.de
 


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