Gartentipps im Januar
  

Keime und Sprossen

Sprosssen - Foto: wrw / pixelio.de
Vitamine selber züchten
 
 
Die winzigen Pflänzchen sind besser verdaulich als die ungekeimten Samen und werden in der Küche wie Kräuter und Salate verwendet.


Zum Keimen eignen sich eine Reihe von Samen:

Hülsenfrüchte (Mungo-, Azuki-, Sojabohne, Linse, Erbse, Bohnen)
Getreidekeime (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Hirse)
Grüne Sprossen (Alfalfa, Rettich, Senf, Kresse)

Kaufen Sie Samen am besten im Naturkostladen, Samenhandlungen oder Reformhaus. Auf keinen Fall dürfen die Samen mit chemischen Mitteln behandelt worden sein (gebeizte Freilandsaat).

Die Anzucht ist denkbar einfach. Im Handel gibt es dazu diverse Keimapparate, aber mit einem Einmachglas, etwas Gardinenstoff oder Gaze und einem Gummiring klappt es auch. Die optimale Temperatur von 18 – 22 Grad Celsius erreicht man am besten an einem hellen, nicht zu sonnigen Standort.

So wird es gemacht:

Die Samen müssen zunächst im Wasser quellen und werden dafür am besten über Nacht eingeweicht.

Am nächsten Morgen verschließen Sie das Glas mit der Gaze und gießen das Wasser ab. Dann werden die Samen gewaschen, d.h. noch mal mit lauwarmen Wasser kräftig spülen und ebenfalls abgießen.

Setzen Sie das Glas mit der Öffnung nach unten schräg auf. So kann das überschüssige Wasser herauslaufen.

Das tägliche Spülen der Keime ist sehr wichtig Spülen Sie möglichst morgens und abends, so werden Bakterien und Schimmelpilze verhindert.

Sobald die Sprossen zirka 1 cm lang sind, können Sie ernten (etwa nach 2 – 5 Tagen). In einem gut verschlossenen Glas halten sie ein paar Tage im Kühlschrank. Man kann sie nach kurzem Blanchieren einfrieren oder man legt sie süß-sauer ein.

Verwendung:

Keime und Sprossen haben den höchsten Nährstoff- und Vitamingehalt, wenn sie roh gegessen werden. Eine Ausnahme sind Sojabohnen-, Erbsen- und Bohnenkeime, die gekocht werden müssen, damit die unbekömmliche Phytinsäure zerstört wird.

Die Sämlinge schmecken gut in Salaten, Suppen, auf dem Butterbrot, in Bratlingen, Gemüsegerichten, Aufläufen, Teigtaschen (Frühlingsrolle) und Eintöpfen.

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