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Besuchergärten, Gartenschauen, Naturschutzzentren
Kräutergarten Burg Ummendorf
Kräutergarten Burg Ummendorf
Dieser Kräutergarten im Börde-Museum ist in eine parkartige Anlage im Außengelände der Burg integriert. Seit 1980 sind dort über 400 Arten und Sorten von historischen sowie rezenten Nutzpflanzen zusammengetragen und kultiviert worden. In mehr als 20 Schaubeeten werden sie - exemplarisch mit deutschen Namen versehen - vorgestellt. Die Beete sind thematisch in Pflanzengruppen gegliedert: Gemüse und Salatpflanzen Wichtiger Bestandteil der täglichen Speisen war zu allen Zeiten Gemüse. Die Kohlarten (brassica) haben dabei vielfältigste Ausprägung bei ihrer Kultivierung erfahren. Beispiele für in Vergessenheit geratene Gemüsesorten sind Guter Heinrich, Gartenampfer und -melde, die als Blattgemüse wie Spinat zubereitet wurden; Pastinake und Haferwurzel sind wie Möhren bzw. Schwarzwurzeln verwendbar. Aber auch eßbare Wildkräuter wie Brennessel, Löwenzahn, Gänseblümchen, Portulak und Rauke sind im Ummendorfer Schaugarten zu sehen. Gewürze entfalten ihr Aroma durch ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe. Man nutzt die Blätter von Bohnenkraut, Salbei, Dill, Thymian, Basilikum, Kresse, Borretsch, Pfefferkraut, Liebstöckel, Rosmarin, Ysop, Sellerie, Petersilie, Minzen, Zitronenmelisse, Estragon, Kerbel, Pimpernelle, Sauerampfer und vielen anderen mehr, sowie die Samen von Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander. Heil- und Giftpflanzen Der Kräutergarten enthält sehr viele Arten, denen in der Überlieferung des Altertums, des Mittelalters und der Volksmedizin Heilkraft zugeschrieben wird. In vielen Fällen ist es der pharmakologischen Forschung gelungen, Wirkstoffe nachzuweisen. Die bekanntesten Arzneipflanzen sind Kamille, Ringelblume, Melisse, Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Lungenkraut, Augentrost, Schafgarbe, Huflattich, weiterhin Fenchel, Pfefferminze, Rhizinus, Brennessel, Beinwell, Arnika, Frauenmantel, Salbei, Thymian und Medizinalrhabarber. Nicht wenige Heilpflanzen sind eigentlich giftig! Nur in richtiger Dosierung wirken sie heilend, wie Fingerhut und Tollkirsche; viele weitere als solche gekennzeichneten Giftpflanzen, die ein sehr dekoratives Erscheinungsbild besitzen, sind Aronstab, Pfaffenhütchen, Eisenhut, Salomonssiegel, Stechapfel, Herbstzeitlose, Adonisröschen, Kuhschelle und Seidelbast. Körnerfrüchte Getreide bildet die wichtigste Nahrung der bäuerlich wirtschaftenden Menschen seit dem Beginn des Neolithikums vor 7000 Jahren. Im Ummendorfer Kräutergarten sind die frühesten damals schon angebauten Weizenarten Emmer und Einkorn sowie Gerste vertreten. Auch die ab der Bronzezeit verstärkt genutzten Hirsearten und eine markante Auswahl der in den letzten 100 Jahren gezüchteten Getreidesorten von Hafer, Gerste, Roggen und Weizen recken ihre Ähren bis mannshoch hinaus. Da der Garten selbst Saatgut zur Weiterverarbeitung und Aussaat gewinnt, können auch Besucher Saatproben an der Museumskasse erwerben. Zusätzlich bietet der Kräutergarten regelmäßig thematische Führungen unter dem Titel „Kräuter im Topf“ an, um Gästen Gelegenheit zum Kennenlernen und Probieren zu geben. Anfahrt: A2 Braunschweig Richtung Magdeburg Ausfahrt HelmstedtBörde-Museum Burg Ummendorf Meyendorffstraße 4 |
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