Laub hinter Gittern

© Bodenstein
Wer jetzt Laub "einfängt", gewinnt eine krümelige und leicht saure Erde für Schattenpflanzen. 
 
 
Laubbehälter bauen

Ein Laubbehälter aus Drahtgitter ist im Nu aufgestellt. 
 
Fixiert mit vier angespitzten Dachlatten, die im Erdreich verankert sind, hält das Gestell auch Herbststürme aus und verwahrt seinen Inhalt windgeschützt.

Schließlich hat jetzt beinahe jeder Gartenbesitzer mit Unmengen an Laub zu kämpfen.  Kaum liegt das welke Blattwerk auf einem Haufen beieinander, wirbelt der nächste Windstoß das Gesammelte durcheinander. Ist es dann endlich geschafft, stellt sich die Frage: wohin damit?
 
Ihr Kompost hat nicht nur vielerlei Reste von Erntegut zu verdauen, sondern ist vermutlich nicht auf die anfallenden Laubmengen einge gestellt. Mal ganz abgesehen davon, daß Ihr mit Blättern überfütterter Kompost sauer reagiert: das verrottende Blattwerk setzt Gerbstoffe frei, die das pH-Milieu absinken lassen.

Erde für Schattenstauden
 
Es ist besser, das Gesammelte extra zu verwahren und nach und nach auf Beeten mit saurem Milieu verteilen, zum Beispiel dort, wo sich Rhododendren und Azaleen mit ihren Begleitern wohlfühlen - wie Bergenie, Funkie, Schaublatt, Etagenprimel, Günsel, Waldvergißmeinnicht, Schattengräser und Farne.
 
Mulchen Sie etwa drei Zentimeter hoch mit Blättern. Neue Erde bildet sich, der Boden bleibt länger feucht und locker. Die Decke schützt vor aufkeimenden Wildsaaten.
  
Walderde gewinnen

Wollen Sie einen besonderen Laubkompost anlegen, der speziell Erde für Schattenstauden und Sträucher liefert, dann schichten Sie die Blätter abwechselnd mit Kalkstickstoff und eingestreuter Erde, Mist oder Hornspänen auf, um die Rotte zu beschleunigen; regelmäßig lüften, umsetzen, bis Sie beste Walderde gewinnen.
 
Unterschlupf für Igel 
 
Der Laubkompost-Behälter kann den ganzen Winter über stehenbleiben. Die Blätter liefern Nahrung und bieten Überwinterungsschutz für Kleintiere. Vielleicht dient er auch als Unterschlupf für Igel – also aufgepaßt!

Hat das Drahtgestell seine Schuldigkeit getan, einfach einrollen und in den Keller stellen – der nächste Herbststurm kommt bestimmt.

So wird's gemacht:

Materialplan

•    Etwa drei Meter Drahtgitter; 2,5 x 2,5 cm, Maschenweite, quadratisch; 1,75 mm Drahtstärke, Gitterhöhe: 120 cm
•    Dachlatten: 4 x auf 140 cm gesägt und jeweils angespitzt
•   U-förmig gebogene Stahlhaken, 10 Stück (Flachkrampen); alternativ Blumendraht,
•   2 Ringschrauben,
•   2 Sturmhaken

Komposter bauen

1. Drahtgitter aufstellen. Angespitzte Dachlatten bis auf 1,20 Meter Höhe in die Erde schlagen.
 
2. Dachlatten und Drahtgitter miteinander fixieren. Eine besonders haltbare Verbindung stellen U-förmige Haken, sog. Flachkrampen her, die Sie von innen mit dem Hammer ins Holz schlagen. Alternativ eignet sich auch Blumendraht zum Fixieren. 
 
3. Verschluß anbringen: Ringschrauben ins Holz einer Dachlatte drehen; eine in ca. 20 cm Höhe, die andere in ca. einem Meter Höhe. Jeweils einen Sturmhaken einhängen.
 
4. Um Laub zu entnehmen, am besten die Sturmhaken aushängen und den Behälter öffnen. Neues Laub kann von oben eingefüllt werden.
 
 
 









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