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16.08.2011 

Schon über 2000 Gartenrotschwanz-Oasen

Gartenoase - Foto A. Gaitzsch
Der NABU fordert natürliches Gärtnern ohne Gift. 
 
Große Resonanz für den „Vogel des Jahres” des Naturschutzbund Deutschland e.V.:
 
Mehr als 2000 Hobbygärtner beteiligten sich bisher an der Aktion „GARTENrotschwanzOASEN“, die der NABU Ende Februar 2011 gestartet hat.
 
„Immer mehr Menschen verwandeln ihren Kleingarten in eine echte Oase der Artenvielfalt. Die NABU-Aktion ist ein voller Erfolg!“, freut sich NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
 
Von den Teilnehmern haben 1501 Personen einen Privat- oder Hausgarten, 157 Personen verschönern ihren Schrebergarten und 96 gestalten ihre Streuobstwiese zu einer Oase der Artenvielfalt.
 
Den Gartenrotschwanz haben 43 Prozent der Teilnehmer in ihren Gärten gesichtet. Dicht dahinter liegt der Hausrotschwanz mit 42 Prozent.
 
„Kleingärten sind heute beliebter denn je“, stellt der NABU-Präsident fest. „Viele Menschen zieht es wieder in den heimischen Garten und mit einfachen Handreichungen lassen sie sich zu wahren Refugien der biologischen Vielfalt entwickeln“, so Tschimpke.
 
In den grünen Oasen der Städte werden viele fast ausgestorbene Raritäten von Pflanzen und Tieren erhalten. „Alte Apfelsorten wie ‚Kaiser Wilhelm‘ und ‚Goldparmäne‘, Kartoffelsorten ‚Adretta‘ und ‚Linda‘ haben hier wichtige Refugien“, erklärt NABU-Biodiversitätsexperte Alexander von Schilling.
 
Der Wandel des Kleingartens vom Nahrungslieferanten zum Erholungsort, besonders für junge Familien, macht diese blühenden Oasen möglich. Und solche giftfrei bewirtschafteten, strukturreichen Kleingartenanlagen mit altem Baumbestand sind nicht nur für den „Vogel des Jahres“ wichtig, auch viele anderen historischen Kulturarten brauchen eine lebendige Kleingartenkultur.
 
In diesem Interesse fordert der NABU ein Verbot des Unkrautkillers Roundup für Haus- und Kleingärten sowie ein Umdenken bei der Gestaltung und Bewirtschaftung von Gärten und Parks.
 
„Wir sollten auf sterile Rasenflächen, fremdländische Gehölze und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten, zugunsten der heimischen Vielfalt an Pflanzen und Tieren“, appelliert Olaf Tschimpke.
 
Die Teilnahme am NABU-Wettbewerb ist noch bis 31. August möglich.
 
 

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