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Gartentipps im Oktober
Nistkästen reinigenUngemütliche Zeiten nahen, auch für überwinternde Singvögel wie Meise, Kleiber und Spatz. Sie suchen bald nach einem wetterfesten Unterschlupf für
die Nacht. Das ist angesichts mangelnder Bäume in vielen Wohnsiedlungen und kahler Landschaften ein Problem. Nistkästen sind gern genommene Domizile. Den Kasten sauber halten
Nötig ist das Säubern, da viele Singvögel bei ausreichendem Futterangebot zwei Mal pro Jahr brüten und dabei häufig das alte Nest einfach überbauen. Dieses Aufeinanderbauen nimmt den Jungvögeln nicht nur den nötigen Platz im Nistkasten, sondern es führt auch zu Problemen mit lästigen Untermietern. Tierische Blutsauger wie Federlinge, Vogelflöhe oder Lausfliegen fühlen sich in altem Nistmaterial wohl und können sogar überwinternde Vögel schwächen. Vorsicht - erst anklopfen!
Damit die gefiederten Freunde gut über den Winter kommen, empfiehlt es sich
also, Herbstputz in Nistkästen zu betreiben. Vorher sollte jedoch überprüft werden, ob Zwischenmieter wie Fledermäuse, Siebenschläfer oder andere Kleintiere eingezogen sind. Deshalb erst anklopfen und den Deckel leicht anheben.
Ist der Nistkasten leer, das alte Nistmaterial entfernen (Achtung Flöhe! Handschuhe und Schutzkleidung tragen!) und den Kasten mit heißem Wasser oder einer Kochsalzlösung ausspülen. Anschließend gründlich austrocknen lassen. Zum Wohle der Vögel verzichtet man besser auf Reinigungsmittel oder Sprays.
Besonders in Wohngebieten fehlen alte Bäume, die Wohnraum für Höhlenbrüter bieten könnten. Abhilfe kann jeder Tierfreund einfach selber schaffen - ein Nistkasten ist problemlos selbst zu bauen.
Hier die wichtigsten Tipps:
Als Material für die Kästen eignen sich besonders gut unbehandelte Bretter aus
Eiche, Erle, Weißbuche, Kiefer und Fichte, die mindestens 20 Millimeter stark seien sollten.
Die Größe des Fluglochs entscheidet über den zukünftigen Mieter, es empfiehlt sich ein Durchmesser von 26 Millimeter oder mehr. Außerdem sollte sich die Lochunterkante mindestens 15 Zentimeter über dem Kastenboden befinden, damit Katzen und Marder nicht mit der Tatze an die Brut gelangen. Ein Kasten mit vorgezogenem Einflugloch bietet zusätzlichen Schutz vor Räubern. Ebenso ein etwa 1 Meter über dem Boden am Stamm angebrachtes glattes Stahlblech. Wird der Kasten aufgehängt, ist darauf zu achten, dass zum Schutz vor Witterungseinflüssen das Einflugloch in Richtung Südosten zeigt. Selbst im Wald herrscht mancherorts akute Wohnungsnot für Höhlenbrüter. Hier wirken die Jäger entgegen: Sie pflegen und erneuern rund 270.000 Nistkästen pro Jahr. Geht man davon aus, dass drei Kücken pro Nistkasten schlüpfen, wachsen in diesen Nistkästen jährlich über 800.000 Jungvögel heran. Durch die Pflege von vogelreichen Biotopen wie alten Kopfweidenbeständen und Streuobstwiesen schaffen die Jäger zusätzlich weitere Lebensräume für die heimische Vogelwelt. Quelle: Deutscher Jagdschutz-Verband |
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