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22.02.2012  

Bio-Boom geht weiter

Die Nachfrage nach Bio-Eiern wächst - Foto: Joujou / pixelio.de
Der Umsatz mit Bioprodukten stieg in Deutschland 2011 um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - beste Chancen für deutsche Öko-Bauern. 
 
Diese Zahlen gab der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) anlässlich der Eröffnung der BioFach vergangenen Dienstag in Nürnberg bekannt.
 
Nachfrage größer als Angebot

Der Umsatz wuchs von 6,02 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf nun 6,59 Milliarden Euro. "Diesem erfreulichen Wachstum, steht eine schlechte Nachricht gegenüber: Noch stärker als bisher fällt die Entwicklung des Bioanbaus in Deutschland hinter die Marktentwicklung zurück", sagte Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW.
 
Die Anbaufläche von Betrieben, die einem deutschen Bioanbauverband angehören, nahm 2011 nur um 1,5 Prozent zu. Insgesamt wuchs die Bioanbaufläche lediglich um ca. 2,3 Prozent von 990.702 Hektar im Jahr 2010 auf 1.013.540 Hektar im Jahr 2011. Auch bei der Anzahl der Biobetriebe geht die Wachstumsrate mit 4,8 Prozent weiter zurück: Rund 23.000 Betriebe wirtschafteten im Jahr 2011 ökologisch, 1.061 mehr als 2010.
 
"Wir brauchen 10.000 neue Biobetriebe"
 
Die Konsequenz ist, dass der Importanteil weiter steigt: "Der Importanteil liegt beispielsweise bei Getreide bei 15, bei Kartoffeln bei 26 und bei Möhren und Äpfeln bei ca. 50 Prozent", stellt Gerber fest. "Wir brauchen jetzt 10.000 neue Biobetriebe, um die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot für heimische Bioprodukte zu schließen", so Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW.
 
Die Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft schafft neue Arbeitsplätze, verbessert die Wertschöpfung und Lebensqualität im ländlichen Raum, belastet die Umwelt nicht und ist tier- und klimafreundlic. Sie ist laut BÖLW die nachhaltigste Form der Lebensmittelproduktion und schafft dabei noch ökonomischen und sozialen Mehrwert.
 
"Es wäre ein Gewinn für unsere Landwirte und die gesamte Gesellschaft, wenn wir diese Leistungen durch eine Ausdehnung des Ökologischen Landbaus in Deutschland nutzen", betonte Löwenstein.
 
Quelle: BÖLN
 

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