Umgraben oder nicht?

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Viele Biogärtner graben nicht mehr um, damit das empfindliche Bodenleben nicht buchstäblich auf den Kopf gestellt wird.
 
Denn die nützlichen Bodenbakterien können nur in einer ganz bestimmten Bodentiefe leben und gehen rasch zugrunde, wenn sie durch das Wenden der Erdscholle plötzlich viel weiter oben oder unten zu liegen kommen als vorher.
 
Andererseits wurde festgestellt, dass sich das Bodenleben in einem gesunden, biologisch gepflegten Boden auch sehr rasch wieder regeneriert.
 
So hat sich in der Gärtnergemeinde folgender Konsens herausgebildet:
 
Leichte, sandige oder auch humose Böden gräbt man nicht um, aber man lockert die obere Bodenschicht, ohne dabei die Scholle zu wenden.
 
Auf sehr schweren, tonigen Böden oder stark verkrauteten Flächen kann man aber durchaus nach Altväter Sitte umgraben, damit die unerwünschten Pflanzen auf den Kopf gedreht werden und eingehen.
 
Die Schollen bleiben möglichst unzerkleinert liegen, denn sobald der Frost eindringt, werden die großen Klumpen zersprengt und es entsteht krümelige Erde.