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Leserbriefe
Wassernot im Wintergerade wenn Frost herrscht, scheint Wasser für die winterliche Ernährung von Gartenvögeln lebenswichtig zu sein.
Wir beobachten jedenfalls alle - von der Heckenbraunelle über Spatzen,
Singvögel, Eichelhäher bis zu Tauben, sogar Elstern und Krähen, die zu
uns zum Baden und Trinken kommen, auch und gerade bei starkem Frost.
Es sind Dutzende in einer Stunde, die Tiere kommen von weit her, weil
offenbar niemand an Wasser denkt. Wir schütten zweimal täglich nach; Eis muss aufgehackt werden. Aus der
Bodenschale trinken auch Igel (sofern noch unterwegs), Mäuse und
Konsorten.
Freundliche Grüße
Elke Kügler
Beim Experten nachgefragt
kraut&rüben hat beim Tierexperten Julian Heiermann vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) nachgefragt:
kraut&rüben:
Herr Heiermann, es gibt unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema. Manche Experten raten davon ab, Wasser anzubieten: Nach einem Bad würde bei Frost das Gefieder der Vögel nicht rechtzeitig wieder trocknen. Was meinen Sie dazu?
Julian Heiermann: Vögel sind schlauer, als wir manchmal meinen. Im übrigen ist das Gefieder der Vögel wasserundurchlässig und somit besteht keine Gefahr, dass es nach einem Bad nass bleibt. In der Natur gibt es ja auch Bäche, die offen bleiben und in denen die Tiere baden können.
Es macht Sinn, den Vögeln im Winter Wasser zum Trinken und zum Baden anzubieten. Sie nehmen es gerne an, denn in der Kälte verliert der Organismus Wasser. Außerdem ist feuchte Nahrung im Winter Mangelware.
Zusätzlich helfen wir ihnen Energie zu sparen. Denn wenn Vögel ihren Durst mit Schnee stillen müssen, verbraucht der Körper Energie für das Auftauen.
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