7 Tipps für gesunden Boden

verrotteter Mulch
Foto: sherez/stock.adobe.com

Wer den Humus pflegt, fährt nicht nur nachhaltig gute Ernten ein, sondern tut auch eine Menge zur Rettung des Klimas.

Humusreiche Erde ist dunkel und duftet nach Waldboden. Sie kann das Regenwasser wie ein Schwamm festhalten und stellt den Pflanzen Nährstoffe zur Verfügung. Obendrein entzieht Humus der Atmosphäre Kohlendioxid.

1. Erde nicht offen liegen lassen
Damit der Humusgehalt hoch und der Boden lebendig bleibt, lassen Sie die Erde nie eine längere Zeit offen liegen, schon gar nicht im Sommer. Denn wertvoller Dauerhumus baut sich nur unter feuchten, kühlen Bedingungen auf. Bei Sonne und Hitze wird Humus schnell abgebaut. Das lässt sich im Gebirge beobachten: An Nordhängen liegen dicke Humusschichten, die Südhänge sind karg und steinig.

2. Mulchen mit Rasenschnitt
Im Garten mulchen Sie Gemüsebeete mit frischem Rasenschnitt, den Blättern von Brennnessel und Beinwell oder mit gejäteten Beikräutern, die nicht blühen und keine Samen tragen sollten. Aus frischen grünen Blättern entsteht Nährhumus, der die Pflanzen sanft düngt.

3. Futter für Regenwürmer
Selbst bei Aussaaten und wenn es viele  Schnecken gibt, sollten Sie Heu, Gras oder Blätter hauchdünn zwischen die Reihen und Pflanzen streuen, damit die Regenwürmer was zu futtern haben.

4. Häckselgut für Blumenbeete
Bedecken Sie Staudenbeete und den Boden unter Sträuchern mit Häckselgut, das sieht besser aus als Grasschnitt, düngt aber nicht. Für Pflanzen wie Kulturheidelbeeren, die sauren Boden brauchen, ist Rinde zu kalkhaltig.

5. Kompost gewinnt immer
Kompostieren Sie nach üblichen Kompostregeln. Eine heiße Rotte mit Temperaturen über 60 °C sollten Sie nicht anstreben, dabei wird viel organische Substanz in Kohlendioxid umgewandelt. Holzige und strohige Pflanzenteile und das Laub gerbstoffhaltiger Bäume verrotten langsam, ergeben aber Dauerhumus. Es ist schade, Äste und Strauchschnitt in der Biotonne zu entsorgen. Legen Sie, wenn möglich, einen extra Komposthaufen an, der zwei Jahre vor sich hinrotten kann.

6. Gründüngung für den Winter
Lassen Sie über den Winter auf Gemüsebeeten eine Pflanzendecke aus frostfester Gründüngung wachsen (Winterroggen, Feldsalat, Spinat). Auf schwerem Boden wählen Sie lieber absterbende Pflanzen (Senf, Buchweizen).

7. Möglichst wenig umgraben
Stören und öffnen Sie den Boden so wenig wie möglich. Das bedeutet: Graben Sie so wenig wie möglich um, und lockern Sie den Boden nur dort, wo anschließend gepflanzt und gesät wird.

Mehr über den Wert von Humus und wie er entsteht, lesen Sie in der kraut&rüben-Ausgabe 04/2018

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