Apfelernte: Spätsorten im Oktober

Der richtige Zeitpunkt
Foto: takoburito / stock.adobe.com

Im Oktober reift das Lagerobst. Woran Sie erkennen, dass Äpfel und Birnen erntereif sind und welche Spätsorten Sie nicht zu früh ernten sollten, können Sie hier nachlesen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Birnen- und Apfelernte?

Äpfel und Birnen sind dann pflückreif, wenn sie sich mit einem leichten „Dreh“ samt Stiel vom Fruchtholz lösen, ohne dass dieses beschädigt wird.

Aber: Der günstigste Pflücktermin ist nicht in jedem Jahr gleich und hängt vor allem von der Sommerwitterung ab. Zu früh geerntet, bleiben die Früchte grün, geschmacklos und schrumpfen nach dem Einlagern schneller. Jeder sonnige Tag, an dem sie noch am Baum hängen, kommt ihrem Geschmack zugute.

Soll das Obst vor dem ersten Nachtfrost geerntet werden?

Frostnächte mit bis zu –3/–5°C werden ohne Schaden überstanden. Fassen Sie die Früchte aber nicht in gefrorenem Zustand an, da sonst hässliche Druckstellen entstehen, die sehr schnell faulen.

Welche Apfel- und Birnensorten reifen im Oktober?

Äpfel:

  • Boskoop
  • Blenheimer Renette
  • Ananasrenette
  • Glockenapfel
  • Gloster
  • Jonagold
  • Schweizer Orange
  • Ontario
  • Weißer Winterkalvill
  • Kaiser Wilhelm
  • Winterrambur
  • Zuccalmaglio

Birnen:

  • Alexander Lucas
  • Boscs Flaschenbirne
  • Mollebusch
  • Neue Poiteau
  • Madame Verte
  • Gräfin von Paris
  • Josephine von Mecheln

Hinweis: Die Birnensorten Gräfin von Paris sowie Josephine von Mecheln sollten Sie erst Ende Oktober ernten, Madame Verte nicht vor Mitte bis Ende des Monats.

Weitere Tipps zur Birnen- und Apfelernte

  • Überprüfen Sie vor der Obsternte unbedingt Ihre Leiter! Jedes Jahr ereignen sich schwere, manchmal leider tödliche Unfälle bei der Obsternte, die durch schadhafte Leitern verursacht werden.
  • Verwenden Sie nur gepolsterte Pflückkörbe oder Kunststoffeimer und legen Sie Obstkisten vorher mit Wellpappe aus. Jede beschädigte Frucht beginnt rasch zu faulen und ist zum Lagern ungeeignet.
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