Amseln

Noch vor etwa 80 Jahren galten Amseln als scheue Waldvögel, als Bewohner dichter, düsterer Wälder.
 
Weil im Wald das Geäst besonders undurchdringlich ist, fällt kaum Licht auf den Boden. Deshalb wachsen in solchen Wäldern nur wenige krautige Pflanzen.
 
An diese Bedingungen sind Amseln gut angepasst. Sie suchen ihre Nahrung (Würmer, Insekten) am liebsten auf offenem Boden, wo kein oder kurzes Gras wächst, wo sie scharren und ungehindert herumhüpfen können.
 
Mit ihren scharfen Augen finden sie selbst unter Gestrüpp und an sonstigen schummrigen Stellen noch ihre Beute. Doch auch Amseln haben Feinde.
 
Das Leben der Amseln bedrohen:
 
■ Greifvögel wie Falken, Sperber, Habicht, Bussard, Rotmilan
■ Eulen wie Uhu, Waldkauz, Waldohreule
■ Marder, Füchse, Katzen
■ Elstern, Krähen, Ratten und Eichhörnchen plündern die Nester.
■ Usutu-Virus: Das tödliche Virus (Amselsterben) übertragen Stechmücken.
■ Krankheiten und Parasiten wie Saugwürmer
■ Autos oder Glasscheiben (Kollision)
 
Da Weibchen häufiger am Boden nach Nahrung suchen als Männchen, ist ihre Sterblichkeitsrate höher. 
 
 
    Foto:  iwi  / pixelio.de
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