Anbauplan für Mischkultur

Anbauplan für Mischkultur - Foto Michele Paccione / fotolia.com

Der späte Winter ist ideal, um Garten-Pläne für die kommende Saison zu schmieden.
 
Auf einem Mischkulturenbeet gedeihen gleichzeitig Pflanzen mit verschiedener Reife- und Erntezeit. Buschige und breitblättrige Gewächse wachsen neben schmalen Gestalten, die entweder gerade in die Höhe oder senkrecht in die Tiefe drängen. Gemüse mit flach ausgedehntem Wurzelwerk wechseln sich mit tief wurzelnden ab.

Der Mischkultur muss stets ein durchdachter Plan zugrunde liegen. Gut funktionierende Mischkulturen machen im Sommer weniger Arbeit, weil die dichte Pflanzendecke und eine Mulchschicht kaum Unkräuter aufkommen lassen. Der Gärtner muss weniger hacken und gießen.

Vorschlag für ein Gemüsebeet mit Frühkartoffeln, Spinat, Radieschen, Kapuzinerkresse, Grünkohl und Lauch:

In der Mitte des Beetes werden mit reichlich Abstand zwei Reihen Frühkartoffeln gepflanzt. Dazwischen eine Reihe Spinat sowie rechts und links je eine Reihe Radieschen. An den Außenrändern sät der Gärtner die nicht rankende Kapuzinerkresse aus, die runde Büsche und eine hübsche blühende Einfassung bildet.

Bis die Kartoffeln sich ausbreiten, sind Spinat und Radieschen geerntet. Die Kapuzinerkresse ist nicht nur eine schützende Begleitpflanze für die Kartoffeln; ihre Blätter und Blüten liefern auch einen gesunden, würzigen Salat.

Bei dieser Mischkultur brauchen die Kartoffeln nicht angehäufelt zu werden. Nach der Kartoffelernte können in abwechselnden Reihen Grünkohl und Winterlauch als Spätfrüchte ausgepflanzt werden.

Die „Erdäpfel“ hinterlassen einen lockeren, garen Boden, der nur noch einmal mit Kompost und etwas organischem Dünger angereichert werden muss.

Auch Brennesseljauche lässt das späte Gemüse noch einmal kräftig wachsen. Gleich nach der Pflanzung sollte das Beet mit einer Mulchschicht zugedeckt werden, die bis zum nächsten Frühling liegen bleibt.

 


 
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