Andorn

shakzu / panthermedia.net
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Andorn (Marrubium vulgare) ist ein uraltes Heilkraut, das bereits die alten Griechen, Ägypter und Römer sammelten und anbauten.
 
Heilkraut für Verdauung und Atemwege
 
Paracelsus nannte den Andorn „Arzt der Lunge“, und auch Walahfrid Strabo versprach eine Milderung des „Brennens in der Brust“, wenn man sich zwänge, reichlich Andorn-Tee zu trinken.
 
Zwingen muss man sich, weil das Kraut sehr bitter schmeckt. Offenbar kannte Walahfrid nicht das Rezept der Albaner, die den Andorn zusammen mit einem Lorbeerblatt und einer Feige kochen.
 
Dank der Bitterstoffe, Gerbstoffe und ätherischen Öle hilft ein Tee oder Sirup bei bronchialen Infekten sowie gegen Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden.
 
Andorn stammt aus Südeuropa, kommt mittlerweile jedoch in ganz Europa vor, wenngleich immer seltener.
 
Andorn im Garten
 
Im Garten ist Andorn auf magerem, am besten kalkhaltigen, durchlässigen Boden an einem sonnigen Platz leicht zu ziehen. Sein Aussehen erinnert etwas an das der Taubnessel, typisch sind die leicht behaarten Blätter, deren Adern unterseits stark hervortreten.
 
Ernte von Juni bis September
 
Von Juni bis September, wenn die weißen Lippenblüten erscheinen, wird der Andorn geerntet.
 
Von den getrockneten Pflanzen eignen sich Blätter, Blüten und die zarten Sprossspitzen zur Anwendung.
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