Die Frühlingsanemone

 
Strahlenanemonen oder Balkan-Windröschen (Anemone blanda) gehören zu den ersten Frühlingsboten. Die Knollen werden im Herbst gesetzt.
 
Anemonen erfreuen uns von Februar bis April mit ihren leuchtenden Blüten in Blau, Rosa, Rot oder Weiß.
 
Sie fühlen sich wohl im humosen, durchlässigen Boden im lichten Schatten von Sträuchern oder Bäumen. Lässt man sie dort in Ruhe, wird sich die Strahlenanemone aussamen und im Lauf der Jahre einen natürlichen Teppich bilden.
 
Über diverse Farbschattierungen darf man sich aber nicht wundern, denn die Sämlinge fallen nicht immer sortenecht aus. Allerdings findet die Vermehrung auch vegetativ über die Rhizome statt. Knollen können Sie im späten Sommer oder Herbst pflanzen.
Anemonen gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und sind je nach Art und Sorte zu verschiedenen Zeiten Schmuckstücke im sonnigen und schattigen Gartenbereich. Etwa 100 Arten sind in den gemäßigten Klimazonen beheimatet. In der Blumensprache stehen die zerbrechlich wirkenden Anemonen als Symbol für Unschuld, Vertrauen und Vergänglichkeit. Doch trotz ihrer scheinbaren Verletzlichkeit sind Anemonen sehr anspruchslose und pflegeleichte Stauden.

Blütenspiel im Wind

Ihr botanischer, klangvoller Name „Anemone“ lässt sich von „anemos“, dem griechischen Wort für Wind, herleiten. Tatsächlich bewegen sich die zarten Blüten schon im leichtesten Windhauch, wie der deutsche Name Windröschen andeutet. Auch in der griechischen Mythologie findet sich eine Erklärung für den Ursprung des Namens: Anemona war dort eine Nymphe am Hof der Göttin Flora. Floras Gatte Zephyr, der Gott des Windes, verliebte sich in Anemona, was ihr zum Verhängnis wurde. Die eifersüchtige Ehefrau Flora verwandelte sie in eine Blume, die seitdem den Namen Anemone trägt…

Im Märzen der Bauer…

Zu den Frühjahrsblühern unter den Anemonen gehören u.a. Anemone nemorosa und Anemone blanda. Anemone nemorosa, das Buschwindröschen, bedeckt im März ganze Waldlichtungen mit seinem weißen Blütenteppich.

 
Durch ihre frühe Blütezeit können Buschwindröschen die ersten Sonnenstrahlen im Frühling nutzen, weil dann die Bäume noch unbelaubt sind. Wenn die Sonnenstrahlen an Kraft gewinnen, schützt das frische Laub der Gehölze die Schatten liebenden Waldstauden. Im Garten eignen sie sich mit ihrer Höhe von 10 bis 15 cm hervorragend als früh blühende Bodendecker im Halbschatten vor und zwischen Gehölzen.

Quelle: CMA
Foto: gänseblümchen  / pixelio.de 

 

Teilen