Herbst im Garten

Wenn sich die Gartensaison dem Ende zuneigt, gibt es noch einiges zu tun. 

Gemüse zum Später-Ernten
 
Auf den Gemüsebeeten können noch Lauch, Grünkohl, Rosenkohl, Schwarzwurzel, Radicchio und gut eingepackter Mangold stehen bleiben.
 
Feldsalat, Spinat und Winterzwiebel werden bis in den Frühling geerntet.
 
Kündigen sich tiefere Minusgrade an, ist es ratsam, Rosenkohl und Lauch abzuernten. Sie werden an einer geschützten Stelle eingeschlagen und mit einer wärmenden Laubschicht geschützt.
 
Feldsalat kann im Frühbeetkasten oder mit einem Vlies oder einer Reisigdecke abgedeckt den ganzen Winter geerntet werden. So ist er zudem vor Kahlfrösten sicher.
 
Zuckerhut, Chinakohl, Weiß- und Rotkohl werden zur Lagerung mitsamt dem Wurzelballen geerntet. Werden die Köpfe einzeln in Papier eingewickelt, halten sie im Keller bis ins nächste Jahr.
 
Den Boden bearbeiten
 
Abgeerntete Beete werden von Unkraut befreit. Vor allem die Vogelmiere wächst und fruchtet sogar im Winter an frostfreien Tagen.
 
Umgraben oder nicht?
 
Ist der Boden locker, reicht eine leichte Bodenbearbeitung mit dem Sauzahn. 
 
Schwere Böden mit hohem Lehmanteil können grobschollig umgegraben werden. Der Frost sprengt die feste Struktur – ein feinkrümeliger Boden entsteht. Insekten und Insektenlarven werden durch die Kälteeinwirkung vernichtet. Bei zu nasser Witterung wartet man auf den ersten leichten Nachtfrost, damit die Arbeit leichter von der Hand geht und die Erde nicht verschlämmt.
 
Besser noch warten!
 
Aber Achtung: nicht zu früh umgraben, lieber erst Mitte November oder Dezember. Sonst schaden Sie den Regenwürmern und bieten den Schnecken Raum zur Eiablage.
 
Erde ins Labor
 
Jetzt ist die richtige Zeit, den Boden analysieren zu lassen. Zahlreiche Bodenuntersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Gartenböden mit den Nährstoffen Phosphat und Kali überversorgt sind. Der vom Bodenlabor zugeschickte Gartenpass liefert Informationen zur richtigen Düngung im kommenden Jahr.
 
Kompost
 
Kompostbehälter werden vor den starken Frösten entleert und zu einem klassischen Komposthaufen angehäuft. Auf diese Weise bekommt angerottetes Pflanzenmaterial wieder Sauerstoff, so dass der Rottevorgang weiter geht. Fertiger Kompost wird mit einer Folie abgedeckt, damit keine wertvollen Nährstoffe im Laufe des Winters ausgewaschen werden.
 
Bewässerung
 
Wasserbecken, Gartenschläuche, ungeschützte Wasserleitungen und Wasserhähne müssen entleert und eingewintert werden. 
 
Glasfenster des leeren Frühbeetkastens werden am besten stehend unter einem Vordach oder in einer Hütte gelagert.
 
Quelle: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie 
Teilen