Aussaat – Die wichtigsten Kniffe

Gemüseart und Sorte entscheiden darüber, wann ausgesät wird. 
 
Samen braucht zum Keimen Wärme, Luft und Feuchtigkeit. Haftet die Erde noch nass und schmierig an den Schuhen, so hat es keinen Sinn, die Beete zur Aussaat vorzubereiten.

Auch die Gemüseart und Sorte entscheiden darüber, wann ausgesät wird, ob man erst die Eisheiligen abwarten muss oder überhaupt erst ab Sommermitte säen kann. Von Radieschen, Rettich, Möhren und Salaten gibt es jeweils „frühe“ und „späte“ Sorten. Darauf sollten Sie unbedingt achten.

Haben Sie alte Samentüten aus früheren Jahren oder selber Saatgut gesammelt, so ist, um einen Misserfolg zu vermeiden, eine Keimprobe zu empfehlen.

Tüte oder Hand:

Salat, Radieschen und Rettich, Kohl und Kohlrabi, Möhren, Dill und viele andere Gemüsesamen lassen sich leicht aus der Tüte aussäen. Man nimmt die geöffnete Tüte zwischen Daumen und Mittelfinger, hält sie über die Saatrille und tippt, die Tüte langsam über der Rille weiterziehend, auf die Tüte, so dass die Samenkörner spärlich und möglichst gleichmäßig herabfallen.

Größere Samenkörner wie Erbsen, Bohnen oder Kürbis legt man mit der Hand in die Erde. Sehr feinen Samen, meistens von Blumen, kann man mit etwas feinem Sand vermischen und mit einem postkartengroßen geknickten Stück Karton aussäen.

Bodenschluss ist das A und O

Jedes Samenkorn muss dicht von Erde umgeben sein. Liegt es zwischen groben Erdklumpen hohl in der Rille, so findet die aus der Samenschale hervorbrechende Keimwurzel keinen Halt, sie verkümmert. Ist der Boden trotz sorgfältiger Vorbereitung noch immer klumpig, kleiden Sie die Saatrille mit reifer, gesiebter Komposterde aus.

Etwas Gesteinsmehl trägt zusätzlich zur besseren Struktur bei. In dieses Bett wird gesät. Anschließend wird ebenfalls mit Komposterde abgedeckt. Mit dem Rücken des Rechens wird die Erde auf der Saatrinne angedrückt und schließlich mit sanfter Brause, aber reichlich angegossen.


 

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