Bärlauch sammeln und erkennen: Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen

Bärlauch sammeln und erkennen
Wenn man Bärlauch sammeln möchte, muss man unbedingt lernen, ihn zu erkennen. Foto: Martina/stock.adobe.com

Wer jetzt wieder Bärlauch sammeln möchte, sollte die Blätter nicht mit giftigen Pflanzen, wie dem Maiglöckchen, verwechseln. So erkennen Sie Bärlauch.

Bärlauch sammeln: Unterscheidung lebenswichtig

Ab März geht es wieder los mit dem Bärlauch sammeln. Auf der Suche nach den Delikatessen des Frühlings streifen Kräuterkundige und Hobbyköche durch die Lande: In feuchten Auenwäldern überzieht ein grüner Teppich aus duftenden Bärlauchblättern den Boden.

Dass man wirklich hinreichend kräuterkundig sein sollte, wenn man Bärlauch gefahrlos sammeln möchte, zeigen regelmäßig Meldungen über Vergiftungen durch Herbstzeitlose und andere giftige „Doppelgänger“. Vor allem die jungen Blätter des Bärlauchs lassen sich leicht verwechseln.

Von der Herbstzeitlosen können schon wenige Blätter tödlich wirken. Nun wird ab und zu ins Feld geführt, dass Bärlauch und Herbstzeitlose unterschiedliche Standorte bevorzugen und daher in der Regel nicht nebeneinander anzutreffen seien. Das stimmt so aber nicht immer. Die Übergänge können fließend sein und es gibt eben auch Ausnahmen von der Regel. Bärlauch und Herbstzeitlose können einträchtig nebeneinander wachsen.

Unser Tipp für Anfänger: Wenn Sie noch nie Bärlauch sammeln waren, besorgen Sie sich ein Kräuterkundebuch. Außerdem empfehlen wir, die erste Kräuterwanderung mit einem Experten durchzuführen, der Ihnen die Unterscheidungsmerkmale in der Praxis erklären kann.

Bärlauch sammeln: Erkennungsmerkmale

Wenn Sie Bärlauch sammeln, sollten Sie sich die nachfolgenden Merkmale gut einprägen.

Bärlauch Blätter haben einen Stiel

Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist das gestielte Blatt des Bärlauchs. Die Blätter von Herbstzeitlosen und Maiglöckchen besitzen keinen Stiel. Daher sollte man sich auch bei massenhaftem Auftreten des Bärlauchs nicht verleiten lassen, ihn quasi mit der Sense zu mähen. Ihren Bärlauch sammeln Sie am besten Blatt für Blatt und betrachten jedes einzelne ganz genau.

Die Blattunterseite ist matt

Ein weiteres Erkennungsmerkmal für Bärlauch ist die matte Unterseite des Blattes. Dies lässt sich sehr eindeutig erfühlen. Maiglöckchen sind an der Unterseite glänzen, während Herbstzeitlose dies auf beiden Seiten tun.

Der Bärlauch-typische Knoblauch-Geruch

Theoretisch ist auch der Geruch ein weiteres Merkmal, anhand dem man Bärlauch erkennen kann. Er riecht unverkennbar nach Knoblauch, während Maiglöckchen und Herbstzeitlose dies nicht tun. Jedoch würden wir nicht empfehlen, sich rein auf seinen Geruchssinn zu verlassen. Haben Sie bereits fleißig Bärlauch gesammelt, riechen im Zweifel auch Ihre Hände danach.

Bärlauch sammeln: Unterscheidung in Bildern

 

 

Genießbar ist nur das Bärlauchblatt (links). Die Blätter von Herbstzeitlosen (mitte) und Maiglöckchen (rechts) sind giftig! – Foto: emer – Fotolia.com

Quelle: Anne Staeves, www.aid.de

Von all dem Gerede über Bärlauch haben wir jetzt richtig Hunger bekommen. Falls es Ihnen ebenso geht, ist folgender Rezeptbeitrag genau das Richtige für Sie: Bärlauch-Rezepte: Gnocchi, Zupfbrot, Teigtaschen

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