Barbarazweige schneiden: Blütenpracht zu Weihnachten

Barbarazweige schneiden
Kirschblüte in der Vase - iStockphoto.com / Ls9907

Nach einem alten Brauch werden am Barbaratag, am 4. Dezember, Zweige in die Vase gestellt. Mit etwas Glück und ein paar Kniffen blühen die sogenannten Barbarazweige um die Weihnachtszeit.

Barbarazweige schneiden: Diese Gehölze eignen sich

Obstgehölze, die im Herbst Blütenknopsen bilden, eignen sich, um Zweige für den Barbaratag zu schneiden: Kirsche, Pflaume, Apfel und Johannisbeere oder auch Wildgehölze wie Kornelkirsche und Schlehe lassen sich zu einer vorgezogenen Blüte überreden.

Beim Schneiden sollten Sie darauf achten, die Stile mit einem scharfen Messer schräg anzuschneiden. Schräg deshalb, da sich dadurch die Fläche vergrößert, mit der die Zweige Wasser aufnehmen.

Barbarazweige zum Blühen bringen ohne Frost

Damit die Zweige ihre Knospen öffnen, müssen sie bereits einige Male Frost abbekommen haben. Sollte das nicht der Fall sein, muss man ihnen gewissermaßen „vorgaukeln“, dass sie bereits einen Winter hinter sich hatten. Unser Tipp deshalb: Legen Sie die Barbarazweige dafür einfach für eine Nacht in die Gefriertruhe.

Die Zweige werden nach dem Schnitt (oder nach der Gefriertruhe) in lauwarmes Wasser gestellt. Wechseln Sie das Wasser alle zwei Tage aus und achten Sie darauf, dass keine Fruchtzweige im Wasser stehen. Die Blüten, die daran wachsen, würden schnell zu faulen beginnen. Lagern Sie die Barbarazweige in einem unbeheizten Raum für ein paar Tage zwischen, bevor sie ins beheizte Wohnzimmer umziehen. Das ahmt den natürlichen Temperaturprozess nach, den die Pflanzen im Frühjahr zur Blütenbildung benötigen.

Dort fühlen sich Barbarazweige wohl

An einem hellen, nicht zu warmen Platz dauert es 3 bis 4 Wochen, bis sich die ersten Blüten entfalten. Tägliches Übersprühen der Zweige hilft den Knospen außerdem auf die Sprünge. Die Nähe zu einem Heizkörper oder einen zu warmen Raum sollten Sie vermeiden, da die Barbarazweige sonst schnell austrocknen können.

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