Bauernhortensien

Bei Trockenheit machen sie schnell schlapp. Hortensien bevorzugen einen kühlen Standort.
 
Bevor geschäftstüchtige Gärtner auf die Idee kamen, die Hortensie in Töpfe zu zwängen und als Muttertagsgeschenk zu vermarkten, gehörte die schöne Japanerin zu den blühstärksten Pflanzen im bäuerlichen Garten. Dort konnte sie ihre volle Pracht entfalten, große, bis zu 2 m hohe Büsche bilden, an deren Triebenden die Blütenkugeln hängen.
 
Die Bauern- oder Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla) blüht von Mai bis August. Im Blumentopf hält sie es nur aus, weil Gärtner sie mit wuchshemmenden Mitteln behandeln. Als Kübelpflanze dagegen, in einem großen Gefäß, in dem ihre Wurzeln ausreichend Platz finden, fühlt sie sich durchaus wohl.
 
Die Hortensie und ihre Vorlieben
 
>> Sie bevorzugt einen halbschattigen, windgeschützten, kühlen Standort.
 
>> Mit trockener, heißer Witterung kommt sie nicht zurecht. Denn über ihre großen Blätter verdunstet sie viel Wasser, weshalb die Pflanzen bei Trockenheit schnell schlapp machen. Ideal ist ein leicht saurer, humoser, gleichmäßig feuchter Boden.
 
>> Die Blüten halten sehr lange, 3–4 Wochen, in der Vase. Je besser entwickelt und ausgereift die Blüte ist, desto länger bewahrt sie Farbe und Form.
 
>> In sehr kalten Wintern fallen die Triebe und damit die Blütenknospen dem Frost zum Opfer. Die Triebe sterben von der Spitze her ab. Die Pflanze besitzt jedoch eine starke Regenerationsfähigkeit und treibt bereitwillig neu aus. Sie blüht allerdings nicht mehr im selben Jahr.
 
>> Die Blütenknospen bildet die Pflanze bereits im Spätsommer des Vorjahres, wenn die sommerlichen Temperaturen sich auf etwa 15 °C abgekühlt haben.
 
>> Deshalb ist es ratsam, im Frühjahr auf einen Rückschnitt zu verzichten, weil man sonst die Blütenknospen mit entfernt. 
 
 
Foto; Helene Souza  / pixelio.de

 

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