Baumschwämme

Baumschwämme sind kein Schönheitsfehler der Gehölze, sondern die Auswüchse eines Pilzes, der das Innere des Baumes zersetzt.
 
Zu den bekanntesten Schwammarten gehören Zunderschwamm (Fomes fomentarius) und Fichtenporling (Fomitopsis pinicola).
 
Das Pilzgeflecht befindet sich im Innern des Holzes, der Fruchtkörper wächst außen, um seine Sporenfracht dem Wind übergeben zu können.
 
Zunderschwämme wachsen bis zu 30 Jahre alt, sie sind 10–20 cm dick und 10–30 cm breit. Die ringartigen Abschnitte entstehen durch schubweises Wachstum übers Jahr verteilt.
 
Der Zunderschwamm befällt bevorzugt Buchen, Birken und Pappeln, aber auch viele andere Laubbäume.
 
Der Fichtenporling  befällt Nadel- und Laubbäume wie Fichte, Kiefer, Tanne, Buche, Eberesche, Erle, Ahorn, Eiche oder Birke.
 
Beide Pilze sind Schwächeparasiten, sie schmarotzen in geschwächten oder abgestorbenen Bäumen. Sie dringen über Rindenverletzungen und Aststummel in ihr Opfer ein. Vom Schwamm befallene Bäume werden innerlich zersetzt. Das Holz verliert seine Stabiliät, es wird brüchig und weich. Nach vielen Jahren bleibt nur ein bröselartiger brauner Mulm übrig.
 
Vorbeugen:
 
Da die Pilzsporen über Wunden in den Baum einwachsen, sollte man:
 
>> Schnittwunden so klein wie möglich halten,
>> einen Schnitttermin (Sommer) wählen, an dem die Wunden rasch heilen. 
 
 
Foto: Harald Schottner  / pixelio.de 
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