Beerensträucher

Pflanzen Sie ein Naschparadies mit Beerensträuchern! Mit der richtigen Sortenwahl ernten Sie von Sommer bis Herbst.
 
Süßes aus dem eigenen Garten
 
Frisch gepflücktes Obst ist reich an Inhaltsstoffen und Kindern macht das Naschen direkt von Baum und Strauch richtig Spaß. 
 
Was ist süßer und dabei gehaltvoller als ein Teller frischer Erdbeeren, garniert mit einigen Zweigen Minze, was köstlicher als Rote Grütze aus Brombeeren, Himbeeren und Johannisbeeren?

Für die Gestaltung eines bunten Naschparadieses im eigenen Garten gibt  es ein paar Dinge zu beachten.

 
Die Sonne macht`s!
 
Die meisten Beerensträucher brauchen sonnige und windgeschützte Standorte mit lockeren und humusreichen Böden. Als Faustregel gilt: Je mehr Sonne die Pflanzen bekommen, umso höher ist der Vitamingehalt der Früchte und umso größer und aromatischer sind diese.
 
Besonders genügsam und anspruchslos sind Brombeersträucher (Rubus-Arten), von denen es heute sogar Sorten ohne Stacheln gibt. Genau wie Himbeeren (Rubus-Arten) lassen sich ihre bis zu 2,5 Meter langen Triebe am besten an einem Gerüst ziehen. Die Früchte beider Beerensträucher wirken entgiftend, dazu senken Brombeeren den Blutdruck, und der Genuss von Himbeeren ist gut für den Aufbau der Knochen.
 
Nach der Ernte der zwischen Mai und August heranreifenden Früchte schneidet man die abgetragenen zweijährigen Triebe am besten zurück.
 
Die Früchte von Johannisbeersträuchern (Ribes-Arten) sehen wie weiße, rote oder schwarze Perlen aus und reifen von Mai bis Juli in dichten Trauben. Johannisbeeren gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen – gemeinsam ist ihnen ihre antibakterielle und das Immunsystem stärkende Wirkung.
 
Auch bei der Stachelbeere (Ribes uva-crispa) kann man aus vielen Sorten wählen. Nicht alle haben heute noch Stacheln und sie tragen gelbe, grüne oder rote Früchte, die von Juli bis August geerntet werden und unter anderem die Blutfettwerte günstig beeinflussen.

Schön verpackte Vielfalt

Im lichten Schatten von locker stehenden Gehölzen gedeiht die Walderdbeere (Fragaria vesca). Die bodendeckende Pflanze trägt vom Juni bis zum Herbst kleine, sehr aromatische Früchte, deren Genuss blutreinigend ist. Wer wenig Platz im Garten hat, auf ein beeriges Schlaraffenland aber dennoch nicht verzichten möchte, kann auf Hochstämmchen zurückgreifen: Johannis- und Stachelbeeren in Stämmchenform fügen sich ebenso gut in den Ziergarten wie in Kübel oder größere Kästen auf der Terrasse oder dem Balkon.

 
Auch von Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) und Preiselbeeren (Vaccinium vitis-idaea) gibt es niedrigwachsende Sorten. Am besten pflanzt man sie in saure Rhododendronerde.
 
Schön anzusehende und höchst schmackhafte Vitamine bieten außerdem Wildobstpflanzen. Hierzu gehört der Schwarze Holunder (Sambucus nigra), dessen Früchte im August oder September reifen und zum Verzehr verarbeitet werden können.
 
Noch relativ wenig bekannt sind die erbsengroßen, schwarzen Beeren der Apfelbeere (Aronia melanocarpa), die besonders viele Spurenelemente enthalten und im September geerntet werden.
 
Im Herbst reifen die leuchtend orangefarbenen Früchte des Sanddorn (Hippophae rhamnoides) heran, die einen außerordentlich hohen Vitamin-C-Gehalt haben.
 
Nützlich und schön
 
Beerensträucher haben auch außerhalb der Erntezeit ihren Reiz, wenn sie in zarten oder üppigen Blütenwolken stehen oder wie die silbriggrauen Blätter des Sanddorn zur bizarr anmutenden Zierde des Gartens werden. Gesundes und Schmackhaftes kann schön sein!
Quelle: PdM

 

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