Obst, das sich im Kübel lohnt

Jeden Tag vom Balkon köstliche Erdbeeren ernten – Foto: S.Bachstroem - Fotolia.com

Wie gedeihen Heidelbeeren, Himbeeren oder Erdbeeren in Topf und Kübel? Tipps zu Sorten, Anbau und Pflege.

Beerensträucher sind Gefäßen bestens gewachsen, vorausgesetzt diese sind groß genug und Gärtner vergessen das Düngen nicht. Auch ohne weitläufigen Boden setzten sie Früchte an und liefern reiche Ernte.

Erdbeeren:

Topfgärtner pflanzen meist Monatserdbeeren, und zwar im Frühling. An ihren Trieben reifen von Juni bis Oktober immer neue Früchte, die aromatischer sind als die vieler Garten-Erdbeeren.

Nach der letzten Ernte im Herbst schneidet man die Pflanzen bis aufs Herz zurück und überwintert sie an einem geschützten Platz (an der Hauswand). So liefern sie noch 2 bis 3 weitere Jahre saftige Beeren.

Diese Sorten von Monatserdbeeren haben sich bewährt:
• Mara des Bois’
• ‘Rügen’‘
• Josee’

Johannisbeeren und Stachelbeeren:

In einem Topf, der mindestens 30, besser 50 Liter Erde fasst, gedeihen Johannis- und Stachelbeeren prächtig.

Damit die Sträucher viele Früchte ansetzen, wachsen möglichst zwei verschiedene Sorten nebeneinander.

Die Beerensträucher bestehen auf ständig feuchten Boden, andernfalls werfen sie Blüten oder Früchte ab. Eine Schicht Mulch schützt vor dem Austrocknen.

Im Frühling mit einer Portion Kompost oder anderem organischen Dünger versorgt und nach der Ernte auf 5 bis 8 gesunde, starke Triebe ausgelichtet, stehen die Pflanzen denen im Garten in nichts nach.

Himbeeren:

Sommer- und Herbsthimbeeren nehmen gerne im Kübel Platz – vorausgesetzt dieser ist noch etwas geräumiger als der von Johannisbeeren.

Während ihre Fruchttriebe Jahr für Jahr absterben, muss der Wurzelstock kräftig und gesund sein, um jedes Jahr neue zu bilden.

Sonst gilt das gleiche wie für Johannisbeeren: im Frühling gut düngen und die Erde feucht halten.

Heidelbeeren

Sie fühlen sich in 50 bis 60 Liter großen Kübeln wohl. Kultur-Sorten brauchen zwar weniger dringend sauren Boden zwischen den Wurzeln als wilde Sträucher, in kalkhaltiger Erde kümmern sie jedoch.

Leicht saure Bio-Erde mischen Topfgärtner aus feinem Rindenmulch von Nadelbäumen, Quarzsand, Nadelerde (unter Nadelgehölzen gesammelt) und Sägespänen von Kiefer oder Fichte. Für die jährliche Portion Nährstoffe sorgt organischer Rhododendrondünger.

Besonders üppig fällt die Ernte aus, wenn zwei oder mehr Sorten nebeneinander wachsen.

Beliebte Sorten:
• ‘Duke’ (reift Ende Juni)
• Bluecrop’ (Mitte Juli)
• Goldtraube’ (Ende Juli)
• ‘Elliot’ (Mitte August)

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