Beetformen: Was passt zu mir und meinem Garten?

Ein Hochbeet im Garten
Ein Hochbeet bietet den Pflanzen einen lockeren und sehr nährstoffreichen Boden. - Foto: D. Ott/stockadobe.com

Wer von Salaten, Erbsen, Möhren oder Kohlrabi aus eigener Ernte träumt, braucht Beete in sonniger Lage mit gutem Boden. Mit unserer Übersicht zu verschiedenen Beetformen möchten wir Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob Bodenbeete, Hügel- oder Hochbeete am besten zu Ihnen und Ihrem Garten passen.

Beetformen: das Bodenbeet

Das Bodenbeet ist der Klassiker, um Gemüse anzubauen. Zu den Vorteilen gehört, dass Sie es rasch und ohne zusätzliches Material herrichten können.

Außerdem sprechen folgende Faktoren für ein Bodenbeet:

  • guter Ertrag auf nahrhaften Böden
  • muss nur selten bewässert werden

Nachteile eines Bodenbeets:

  • Viele Arbeiten finden gebückt oder im Knien statt.
  • Die Beete müssen regelmäßige aufgelockert werden.
  • Auf kargen Böden wird es nur wenig Ertrag geben.

Beetformen: das Hügelbeet

Das Hügelbeet besteht aus mehreren Schichten organischer Materialien und Kompost. In der Regel sind Hügelbeete etwa 50 cm hoch und 1,50 m breit. Das sind die Vorteile:

  • Hügelbeete bieten fruchtbaren und lockeren Boden.
  • Sie sind rasch aufgeschichtet.
  • Variabel in der Größe: Je nachdem, wie viel Abfallmaterial im Garten vorhanden ist, können die Beete höher/niedriger und länger/kürzer sein.
  • Sie brauchen erst nach 2 bis 3 Jahren Dünger.

Und das sind die Nachteile dieser Beetform:

  • Nach 2 bis 3 Jahren sackt das Beet in sich zusammen.
  • Man arbeitet oft in gebückter Haltung.
  • Unkraut kann von der Seite einwachsen.
  • Nach 3 bis 4 Jahren muss es neu aufgeschichtet werden.

Wenn Sie sich an einem Hügelbeet versuchen möchten, haben wir einen passenden Artikel für Sie: Hügelbeet bauen aus Gartenabfällen

Beetformen: das Hochbeet

Das Hochbeet ist mit denselben Materialien befüllt wie das Hügelbeet. Der Unterschied bei dieser Beetform ist, dass die Materialien in einen stabil gebauten Rahmen gestapelt werden. Das sind die Vorteile des Hochbeets:

  • Sie können unabhängig von der Beschaffenheit Ihres Bodens gärtnern.
  • Es lässt sich auch auf versiegelten Flächen aufbauen.
  • Durch den fruchtbaren Boden ist ein sehr hoher Ertrag möglich.
  • Die Höhe erlaubt bequemes Gärtnern ohne Bücken.
  • Nachdüngen ist nicht nötig.
  • Schnecken werden schneller sichtbarer und lassen sich leichter absammeln.
  • Ein Gitter am Boden sperrt Wühlmäuse aus.

Die Nachteile des Hochbeets:

  • Der Aufbau ist sehr aufwendig, kosten Geld, Zeit und Kraft.
  • Es werden große Mengen an Füllmaterialien und Erde benötigt.
  • Die Füllung sackt mit der Zeit zusammen und muss erneuert werden.
  • Im Frühjahr und Sommer muss regelmäßig und reichlich bewässert werden.

Wir hoffen, diese Übersicht hat Ihnen die Entscheidung für eine Beetform in ihrem Garten etwas erleichtert. Das Thema wird außerdem ganz ausführlich im kraut&rüben-Sonderheft 2/2021 „Selbstversorgen mit Gemüse“ behandelt. Das Heft gibt es am Kiosk oder im kraut&rüben-Shop.

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