Bezaubernde Blütenwolken

Sascha D  / pixelio.de
Sascha D / pixelio.de

Azaleen müssen vor dem ersten Frost ins Haus und werden an einen kühlen und hellen Ort gestellt.

Bei richtiger Pflege kommen Azaleen erneut zum Blühen
 
Schon Generationen von Pflanzenliebhabern hat die faszinierende Blütenfülle der zarten Zimmerazalee (Rhododendron simsii) begeistert. Sie gelangte aus Japan und China um 1680 nach Holland.
 
Durch lange Züchtungsarbeit wurde die schöne Asiatin zimmertauglich und verbreitete sich im 19. Jahrhundert in ganz Europa. Heute verschönert uns ein überschäumendes Angebot an gerüschten, gefüllten, rosa, weißen oder lachsfarbigen Blüten in verschiedenen Größen und Formen die tristen Wintermonate.
Doch wie ist es mit der Pflege?
 
Die Pflanzenexperten der Bayerischen Gartenakademie empfehlen bereits beim Einkauf auf gute Qualität zu achten. Am besten wählen Sie Pflanzen, deren Knospen zwar schon deutlich Farbe zeigen, aber nur vereinzelt geöffnet sind. Kräftig grüne und vitale Blätter sind ein Zeichen für eine gesunde Pflanze.
Zimmerazaleen bevorzugen Temperaturen um 15 °C und weiches Gießwasser. Sie sollten unbedingt gleichmäßig feucht gehalten werden. Der Topfballen darf nicht austrocknen. Andererseits vertragen die feinen Wurzeln keine Staunässe.
 
Gerade bei einem warmen Zimmerplatz mit Temperaturen über 18 °C benötigt die Azalee eine gute Wasserversorgung. Bei Trockenheit reagiert die Azalee mit Knospen- und Blattfall. Im Tontopf trocknet die Erde besonders schnell aus. Deshalb empfiehlt es sich, den Topf in einem wassergefüllten Eimer solange zu tauchen, bis sich keine Luftblasen mehr bilden.
 
Bei gleichmäßiger Wasserversorgung und kühlen Zimmertemperaturen kann die Haltbarkeit zwischen vier bis zehn Wochen betragen.
 
Die Azaleensorte ‚Christine‘ blüht besonders lange und üppig, da sie mit den höheren Temperaturen der Wohnräume besser zurecht kommt als andere Sorten. Sie benötigt zum Aufblühen 18°C bis 22°C.
 
Vorsicht bei der Düngung: Azaleen sind salzempfindlich. In der Blütezeit benötigen sie keine Düngergaben.
 
Zimmerazaleen sind keine Wegwerfpflanzen
 
Bei guter Pflege können diese Ziergehölze viele Jahre alt werden.
Damit auch Sie viele Jahre Freude an den Azaleen haben, sollten Sie die verblühten Blüten ausgebrechen. Dann ist auch der richtige Zeitpunkt, um ältere Pflanzen zu formieren und umzutopfen.
 
Verwenden Sie saure Erde (pH-Wert 4-4,5) mit geringem Salzgehalt.
 
Ab Mitte Mai ziehen die Azaleen dann um ins Freiland. Ideal ist ein schattiger Platz unter einem Laubbaum. Aber auch im Haus können die Pflanzen übersommern.
 
Achten Sie besonders im Sommer auf eine gleichmäßige Wasserversorgung und geben Sie dem Gießwasser einmal pro Woche etwas Dünger bei. 
 
Azaleen überstehen die Sommerhitze besonders gut, wenn der Topf in die Erde eingegraben wird. Ab September wird nicht mehr gedüngt.
 
Erneut zum Blühen bringen
 
Vor dem ersten Frost werden die Azaleen wieder ins Haus gestellt. Jetzt ist es wichtig, dass die Azaleen hell und nicht wärmer als 10 °C bis 15 °C stehen. Ohne diese Kühlphase trocknen die Knospen ein und öffnen sich nicht.
 
Sobald die Knospen Farbe zeigen, darf die Pflanze wieder etwas wärmer stehen. Bei etwa 15 °C bis 18 °C kommt sie zum Blühen.
 

Quelle: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie


Foto: Sascha D  / pixelio.de

 

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