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Kaffeesatz gegen Blattläuse – Was hilft gegen die Läuse?

Läuse sind unersättlich und produzieren am laufenden Band Nach­wuchs. Wie Sie gegen Blattläuse vorbeugen oder Blattläuse natürlich bekämpfen, zum Beispiel mit Kaffeesatz.

Ein Marienkäfer frisst Blattläuse, die auf einer Blumenknospe sitzen
Die Läusepolizei ist schon unterwegs.

Wie schädigen Blattläuse die Pflanze?

Blattläuse saugen mit ihrem Stechrüssel die Säfte ihrer jeweiligen Wirtspflanze. Wo Läuse zahlreich und länger am Werk sind, kommt es zu verkrüppelten Wuchsformen, zum Beispiel rollen oder kräuseln sich die Blätter.

Als Nebenerscheinung bei einem Blattlausbefall werden die Blätter mit den zuckerhaltigen Ausscheidungen der Läuse überzogen, was dazu führen kann, dass sich auch Pilze ansiedeln.

Gefährdet sind die meisten Obstgehölze, ebenso Rosen, Stauden, Gemüse und Salate. Manche Läuse haben sich spezialisiert, wie z.B. die Schwarze Bohnenlaus, die Grüne Apfelblattlaus oder die Schwarze Holunderlaus.

Was hilft gegen Blattläuse? – Blattläuse natürlich bekämpfen

Wer bereits im Frühling seine Pflanzen regelmäßig auf Läusebefall untersucht, kann eine Folgevermehrung gut eindämmen. Man kann die Läuse mit der Hand (Handschuhe) zerdrücken.

Sind die Triebspitzen bereits stark befallen, schneidet man sie ab, oder spült die Läuse mit einem Wasserstrahl fort.

Wenn zusätzlich die Abwehrkräfte der Pflanzen mit Algenpräparaten oder selbst gebrauten Pflanzenjauchen gesteigert werden, können Marienkäfer und andere Läusefresser die restliche Arbeit erledigen.

Sanfte Abwehrmittel gegen Blattläuse

  • Rainfarn-Tee oder Rainfarn-Brühe
  • Brennessel-Kaltwasserauszug
  • Farnkraut-Jauche
  • Wermut-Tee
  • Kartoffelwasser: Verwendet wird das abgekühlte Wasser, in dem Kartoffeln gekocht wurden.
  • Brennesseljauche: Sie wird in verdünnter Form auf die Pflanzen gesprüht. Die Jauche verdirbt den Läusen den Appetit und vertreibt auch Ameisen.
  • Rhabarbertee

Brennesseljauche Rezept

Etwa 1 Kilo frische Brennesselblätter in 10 Liter Wasser 14 Tage lang gären lassen. Diese Jauche mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnen und damit Ober- und Unterseite der Blätter einmal wöchentlich besprühen.

Kaffeesatz gegen Blattläuse

Auch Kaffeesatz kann gegen Blattläuse eingesetzt werden. Gefährdete Pflanzen werden am besten schon rechtzeitig im Frühjahr im Wurzelbereich mit Kaffeesatz gemulcht. Ebenso kann man aus Kaffeesatz eine Brühe zum Besprühen herstellen. Dazu wird der Satz nochmals mit heißen Wasser übergossen, abgesiebt und abgekühlt. Damit die Brühe wirkt, soll sie kräftig sein und aus koffeinhaltigem Kaffee hergestellt werden.

Harte Abwehr – als letzte Notwehr

In manchen Jahren, besonders wenn es warm und feucht ist, vermehren sich die Pflanzensauger enorm. Zu Hunderten sitzen sie auf Rosen und zu Tausenden auf den Triebspitzen von Holunder.

Wenn Blattläuse zu einer massiven Plage werden, befördern Lösungen aus Schmierseife oder Geschirrspülmittel sie ins Jenseits. Das Bestäuben der befallenen Pflanzen mit Steinmehl oder Algenkalk führt dazu, dass die Atemwege der Blattläuse verstopfen. Auch gibt es wirksame käufliche Mittel mit Teebaumöl, Niem, Kaliseife oder Rapsöl.

Doch wer diese Mittel anwendet, tötet gleichzeitig auch nützliche Insekten. Biogärtner versuchen deshalb darauf zu verzichten. Sie bleiben gelassen, waschen ihr Gemüse und ihre Salate vor dem Essen gründlich und bauen darauf, dass die Nützlinge demnächst ihren Job machen.

Natürliche Feinde der Blattläuse

In einem intakten Biogarten, in dem Nützlinge ein Zuhause haben, dauert es in der Regel nicht sehr lange, bis sich die tierische „Läusepolizei“ eingestellt hat.

Marienkäfer und ihre Larven, allen voran der Siebenpunkt, halten die Läuseschar in Schach. Weil Marienkäfer gezielt nach Blattläusen suchen, gelingt es ihnen, sie deutlich zu schwächen.

Ebenso nützlich sind Schwebfliegen, die ihre Eier inmitten der Blattlauskolonien drücken. Larven, die daraus schlüpfen, vertilgen täglich mehrere Hundert Läuse.

Auch Ohrwürmer können in nur einer Nacht schon mal über 100 Läuse verspeisen.

Nützlich erweisen sich auch die zarten Florfliegen. Ihre schlüpfenden Larven nehmen mit ihren Greifern Blattläuse in die Zange. Je nach Florfliegen-Art sind das während eines Larvenlebens schon mal mehrere Hundert bis Tausend Stück.

Vorbeugen gegen Blattläuse

Schädlinge haben bei geschwächten Pflanzen leichtes Spiel. Gesunde und kräftige Pflanzen dagegen überstehen einen Blattlausbefall in der Regel ohne großen Schaden. Eine optimale Versorgung der Pflanzen ist deshalb die beste Vorsorge vor einem Läusebefall.

Standort: wählen Sie den optimalen Standort für jede Pflanzenart.

Licht: Die Pflanzen sollten nicht zu eng stehen, so dass sie ausreichend mit Licht versorgt werden.

Luft: Der richtige Abstand sorgt auch dafür, dass Luft zirkulieren kann und Nässe schnell abtrocknet.

Boden: Ein humoser, lockerer und durchlässiger Boden versorgt die Pflanzen optimal.

Mulchen: Bedeckte Erde trocknet nicht aus und begünstigt das Bodenleben.

Düngen: Eine an die Bedürfnisse der Pflanzen angepasste Versorgung mit Nahrung (Kompost, Jauchen, organische Dünger) lässt sie gesund und kräftig heranwachsen. Nicht zu viel Stickstoff düngen.

Mischkultur und Fruchtfolge: auch sie tragen wesentlich dazu bei, dass Pflanzen resistent und gesund sind.

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