Blattlausfreie Salate

Blattlausfreie Salate - Foto: artshotphoto - Fotolia.com

Neuzüchtungen sind resistent gegen Blattläuse und das Schossen.

Die Gartensalate (Lactuca sativa) stammen vermutlich von dem in Vorderasien behei- mateten Stachelsalat oder Kompass-Lattich (Lactuca serriola) ab.

Die beiden bekanntesten Vertreter sind die Eis- und Kopfsalate (Lactuca sativa var. capitata).

Der Eissalat, auch Krachsalat genannt, bildet große, knackige, gezähnte Blätter, während der Kopfsalat, auch Butterkopfsalat genannt, zarte und weiche, hellgrüne und meist ganzrandige Blätter aufweist.

Lästige Läuse

Es gibt sehr viele Kopf- und Eissalat-Sorten, wobei gegen Krankheiten und Schädlinge resistente immer größere Bedeutung erlangen. Besonders lästig sind Blattläuse, denn sie sitzen zwischen den Blättern und lassen sich nur mühsam entfernen.

Das Schossen

Neben Schädlingsbefall stellt das Schossen ein weiteres Problem dar. Dies bezeichnet den Übergang der vegetativen Phase zur generativen Phase, also zur Blütenbildung. Das Schossen ist je nach Sorte von Tageslänge oder der Temperatur abhängig. Moderne Salat-Sorten sind schossfest, das heißt sie kommen erst sehr spät oder gar nicht zur Blüte und bilden dadurch besonders schöne Köpfe.

Neuzüchtungen wie der Eissalat ‘Bennie’ oder der Kopfsalat ‘Matilda’ von Flora Frey sind nicht nur schossfest, sondern auch resistent gegen Blattläuse sowie gegen Falschen Mehltau.

Kopfsalat und Eissalat bevorzugen sonnige bis halbschattige Plätze auf durchlässigem und nährstoffreichem Gartenboden. Eine Kompostgabe vor der Pflanzung ist empfehlenswert. Bei Trockenheit müssen die Pflanzen gegossen werden. Auch benötigen die jungen Setzlinge Schutz vor Schnecken.

Kopf- und Eissalat sind je nach Witterung 8 bis –10 Wochen nach der Aussaat erntereif.

Samen im Hitzestress

Die Salat-Aussaat erfolgt von März bis August in Frühbeete, Saatschalen oder direkt ins Freiland. Allerdings ist das Saatgut hitzeempfindlich. Bei Temperaturen über 18 °C kommt es leicht zur Keimhemmung, was besonders bei Sommerkultur Probleme bereitet. Deshalb ist in der warmen Jahreszeit die Vorkultur an einem kühlen, schattigen Platz mit anschließendem Verpflanzen zu empfehlen.

Das Saatgut wird nur dünn mit Erde bedeckt und bis zur Keimung gleichmäßig feucht gehalten. Sobald die Jungpflanzen kräftig genug sind, werden sie im Abstand von 30 x 30 cm ausgepflanzt.

In der Küche

Während Kopfsalate möglichst bald verbraucht werden müssen, können Eissalate einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Salate sind reich an Ballaststoffen, Carotinoiden (Vitamin A), den Vitaminen B1, B2 und C sowie an den Mineralien Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen. Aus Kopf- und Eissalaten lassen sich leckere Salate zubereiten, sowohl solo als auch in Kombination mit Rauke, Kresse, Radicchio und anderen Salaten oder Gemüsen wie Tomaten, Möhren oder Paprika.

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