Bratäpfel

Printemps - Fotolia.com
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Advent und Weihnachten ist Bratapfelzeit. Bratäpfel wärmen von innen, wenn es draußen graupelt und eisiger Wind pfeift.
 
Bereits im Ofen verströmen sie ihren fruchtig würzigen Duft, der rasch das Zimmer erfüllt. Jede Region hat ihr eigenes Rezept, die Palette reicht vom Bratapfel pur, Bestreuen mit Zimt und Honig bis zu verführerischen Mandel- oder Marzipan-Füllungen.
 
Das brauchen Sie
 
4 große Äpfel
20 g Rosinen
20 g Mandeln
40 g Honig
1/2 TL Zimt
 
So geht’s 
 
◆ Backofen auf 180 °C (Umluft: 150 °C) vorheizen.
 
◆ Äpfel waschen, gut abtrocknen, das Kerngehäuse ausstechen. Am leichtesten gelingt dies mit einem Apfelausstecher oder mit einem schmalen Küchenmesser.
 
◆ Achten Sie darauf, dass etwa 1 cm unten am Apfelboden unversehrt bleibt, weil sonst die Füllung im Ofen ausläuft.
 
◆ Geschälte Mandeln hacken und mit Rosinen vermischen.
 
◆ Äpfel in eine Auflaufform stellen und die ausgestochenen Löcher mit der Nuss-Rosinen-Mischung füllen.
 
◆ Den Honig über die Mischung fließen lassen.
 
◆ Wer es besonders gehaltvoll mag, kann auf die Äpfel vor dem Einschieben in den Ofen noch Butterflöckchen setzen.
 
◆ Äpfel je nach Sorte und Größe 20–35 Minuten lang erhitzen, bis das Fruchtfleisch weich ist und die Schale aufplatzt.
 
◆ Die heißen Bratäpfel pur genießen oder mit kalter Vanillesoße oder Vanilleeis servieren.
 
Süß oder pikant?
 
◆ Zum Füllen eignen sich neben Rosinen und Mandeln auch Hasel-, Walnüsse, in Rum eingelegte Früchte, Marmelade, Pudding …
 
◆ Wer es pikant mag, füllt mit Käse, Kräuterquark, Schinken, Kräuter–Chili- Reis, Kartoffelpüree …
 
◆ Gefüllte Bratäpfel sind ein gehaltvoller Abschluss des Weihnachtsmahls.
 
◆ Zum Füllen eignen sich vor allem säuerliche Sorten wie ‘Boskoop’, ‘Berlepsch’, ‘Elstar’, ‘Jonagold’, ‘Gloster’ und andere Winteräpfel.
 
◆ Die weichen, feinzelligen Herbstäpfel platzen und zerfallen schon nach kurzem Erhitzen zu Apfelmus.
 
Bratapfel natur
 
Bratäpfel lassen sich auch auf sehr einfache und natürliche Weise auf dem Herd zubereiten: Gewaschene, mittelgroße, nicht allzu säuerliche Äpfel nebeneinander mit dem Stiel nach oben in einen Topf stellen und auf kleinster Stufe (1–2 Std.) auf dem Herd durchgaren, bis die Äpfel braun und weich sind. Drohen die Äpfel anzubrennen, gibt man ein halbes Schnapsglas voll Wasser dazu. Wichtig: Den Deckel auflegen, damit das Schwitzwasser in den Topf tropft und die Äpfel nicht anbrennen. Stellt man den Topf mit den Bratäpfeln auf den Kachelofen dauert das Garen etwas länger, es benötigt jedoch keine zusätzliche Energie. Dieses saftig schmelzende Obst ist eine kalorienarme, wärmende Zwischenmahlzeit, die selbst viele Apfelallergiker gut vertragen.
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