Buchsbaum schützen

In einem feuchten und warmen Sommer sind Buchsbäume von einer Pilzkrankheit bedroht. Sorgen Sie vor!
 
Seit einigen Jahren tritt an Buchs, egal ob im Topf oder im Beet, eine Krankheit auf. Der Pilz Cylindrocladium buxicola richtet an dem Ziergehölz so große Schäden an, dass Fachleute von einem Buchssterben sprechen, das mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet ist. Warme, feuchte Sommer begünstigen seine Entwicklung, trockene Hitze dagegen behindert sie.
 
Symptome
 
>> An den älteren Blättern erscheinen braune, nach innen hin dunkler gefärbte Flecken, die mit der Zeit ineinanderwachsen.
>> Auf jungen Blättern sind die Flecken orangebraun gefärbt.
>> Auf den Trieben sind die braunen Flecken streifenartig angeordnet.
>> Erkrankte Pflanzen werfen innerhalb weniger Tage ihre Blätter ab und sind völlig kahl.
>> Bei hoher Luftfeuchte entwickelt sich auf der Unterseite abgefallener Blätter ein weißer Sporenbelag.
 
Das Auftreten begünstigen
 
>>warme Witterung (optimal 25 °C),
>> hohe Luftfeuchte (5 Stunden nasse Blätter genügen für Infektion),
>> enger Stand,
>> windstiller Standort (Blätter bleiben lange nass),
>> anfällige Sorten wie ‘Suffruticosa’.
 
Was tun?
 
>> Keine Schnitte an feuchtwarmen Tagen.
>> Keine kranken Pflanzen kaufen oder gar in den Garten pflanzen.
>> Kranke Pflanzen zurückschneiden, sicherheithalber möglichst einige Zentimeter gesundes Holz mitentfernen.
>> Stark befallene Pflanzen ausgraben und entsorgen.
>> Alle kranken Pflanzenteile (Zweige, abgefallene Blätter) aus dem Garten entfernen, Gartenschere desinfizieren.
>> Pflanzen vorbeugend mit Schachtelhalm- oder Komposttee besprühen.
 
 
Foto:
w.r.wagner  / pixelio.de
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