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kranke Birnen

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  • kranke Birnen

    ? Kennt Ihr es:
    Birnenbäume blühen märchenhaft und setzten viele Früchte an, die sich doll entwickeln. Und dann tretten auf der Früchtenoberfläche schwarze Fläcken auf, die Früchte faulen und nach einiger Zeit fallen ALLe ab. Von den schönen Birnen sind nur schöne Bilder der Anfangsphase geblieben.

    So sieht es aus:
    Link

    Wir lieben unseren Birnekbaum und das Fellen kommt nicht in Frage. Wie können wir ihn retten, um seine Früchte geniessen zu können?

  • #2
    Auf jeden Fall eine Pilzkrankheit mit Schorfbildung, soweit ich auf den kleinen Bildern sehen konnte.
    Wahrscheinlich ist es wie so oft Birnengitterrost.Findest Du auf den Blättern so kleine 1/2 cm im Durchmesser große rostrote bis orangene Flecken?
    Falls ja, suche nach einem Wachholderstrauch in der Nähe. Der ist Zwischenträger für diese Pilze. Wenn der gerodet wird, gesundet auch der Baum und Du erntest gesunde Birnen.
    Es könnte nat. auch Monilia werden. Falls Du eine Birne am Boden findest, fault sie und auf den Faulstellen erscheinen ringförmige weiße Pusteln.

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    • #3
      »Danke!
      Morgen werde ich pruefen, wie die Bl'tter aussehen.
      Ja, da ist ein Wacholderbusch, aber mind. 20 Meter entfernt und als ein einzelner Teil einer Hecke, auch mit anderen Bueschen durchwahsen.

      Die Bilder als Link, weil ich die richtigen nicht hier "einbetten" konnte. Irgendwie ist k&r Software nicht besonders user-friendly. ;-)

      Noch ein mal Danke und bald gebe ich eine bessere Beschreibung der Symptome.

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      • #4
        » Falls ja, suche nach einem Wachholderstrauch in der Nähe. Der ist
        » Zwischenträger für diese Pilze. Wenn der gerodet wird, gesundet auch der
        » Baum und Du erntest gesunde Birnen.

        Das klingt ja wie ein Ratschlag aus "Des Teufels drei goldene Haare"! :-)

        Aber Achtung: nicht gleich den Wacholder roden! Unser einheimischer Gemeiner Wacholder, Juniperus communis, ist nämlich kein Überträger des Birnengitterrosts! Die Bösewichter sind zwei asiatische Arten, Juniperus chinensis und Juniperus sabina (Sadebaum).

        Die Bestände von J. communis haben unter der irrigen Annahme, auch diese Art würde den Pilz beherbergen, schon sehr gelitten.

        Yarrow

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        • #5
          Stimme Yarrow zu. Die Bilder kann ich leider nicht sehen. Aber:

          In meinem Garten steht ein alter Birnbaum, dessen Birnen auch kurz vor der Reife mehr oder weniger schwarz und ungenießbar wurden, als ich das GrundstĂĽck ĂĽbernahm. Ein riesiger Wacholder steht zwei Gärten weiter. Er hat aber bislang der Birne nicht geschadet.

          Die Blätter der Birne bekamen zum Herbst hin schwarze und rote Flecken. Die FrĂĽchte waren verkrĂĽppelt und hatten Schorf. Irgendwo las ich, dass der Schorf an den Birnen auch auf einen Mangel an Calcium zurĂĽckgehen könnte und man mit Calciumtabletten Abhilfe schaffen könne: je eine Brausetablette auf 1 Gießkanne (10 Liter) Wasser, je nach Baumgröße 10-20 Kannen Wasser. Also habe ich meinen Baum im Herbst mit Calciumbrause gegossen. Der Schorf ist verschwunden, die Birnen werden schön und sind i.d.R. lagerfähig.

          Letztes Jahr machte allen Obstbäumen allerdings Monilia zu schaffen: die Kirschen wurden während der BlĂĽte befallen und rabiat zurĂĽckgeschnitten, dieses FrĂĽhjahr habe ich sie gespritzt, Äpfel hatten Fruchtmonilia, der Birnbaum verlor frĂĽh seine Blätter und machte eine Fruchtpause, die Walnuss trug nicht. Im Herbst hob ich eine große Grube aus, rechte alles Laub zusammen und kippte es in diese Grube. Dann kam eine dicke Schicht Bergmannskalk drauf. Außerdem wurden die Baumscheiben mit dem Kalk geweißt. Die Birne trägt in diesem Jahr gut und hat bislang gesunde FrĂĽchte. Der letztes Jahr tragende und befallene Apfelbaum macht dieses Jahr eine Fruchtpause, trägt aber einige wenige prächtige, noch unreife FrĂĽchte.

          Der andere, sehr alte Apfelbaum, der seit dem radikalen RĂĽckschnitt im Spätherbst 2006 nicht mehr getragen und 2010 zum ersten Mal wieder ein paar BlĂĽten hatte, trägt dieses Jahr reichlich, hat aber Fruchtmonilia: seine Scheibe hatte ich letztes Jahr nicht gekalkt, weil sie dicht bewachsen ist mit Zitronenmelisse, Oreganum und Erdbeeren: die hatte ich dem Baum zur Gesundung spendiert. Der Apfel ist sehr aromatisch, aber leider nicht besonders lagerfähig: diese Äpfel mĂĽssen sowieso schnell verarbeitet werden - mit und ohne Fruchtmonilia. Da wird in diesem Herbst also wieder ein großer Sack Kalk und eine Grube fĂĽr Blätter fällig. :-( :-( :-( - und viel Apfelkuchen etc.

          Inse

          PS: von Monilia befallenes Fallobst wird von meinen Nacktschnecken in Windeseile vertilgt. Also haben auch sie ihren Nutzen, - auch wenn sie zuweilen der Fallobstschwemme nicht Herr werden. Befallene FrĂĽchte also einsammeln und als RestmĂĽll entsorgen - und sicher sein, dass ĂĽbersehene FrĂĽchte begeisterte Esser im Garten finden.

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