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Wildsträucher-Hecke anlegen

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  • Wildsträucher-Hecke anlegen

    Ich plane, in der freien Landschaft in der Vorbergzone des südlichen Schwarzwaldes eine Wildsträucher-/Vogelhecke anzulegen. Entsprechend der Bodenverhältnisse (Ph-Wert 5,5 mäßig feucht) habe ich folgende Pflanzen ausgewählt:
    1. Trauben-Holunder (Sambucus racemosa), 2. Echter/Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus), 3. Zweigriffeliger Weißdorn (Crataegus leavigata), 4. Hund-Rose (Rosa canina), 5. Grau-Weide (Salix cinerea), 6. Deutsche Mispel (Mespilus germanica), 7.Schlehe (Prunus spinosa).

    Geplant sind ca. 20 bis 25 m mit zwei Pflanzreihen, Abstand jeweils 1 m. Hier meine zwei Fragen:

    - Sollen die etwa 50 Pflanzen vorzugsweise
    a. einzel abwechselnd,
    b. in mehreren (z.B. 3er oder 4er) Gruppen abwechselnd oder
    c. in zusammenhängenden 5 Gruppen (Mispel und Weide vereinzelt dazwischen), gepflanzt werden?

    - gibt es noch weitere standortgerechte Heckenpflanzen?

    Über geeignete Vorschläge und vielleicht Erfahrungswerte würde ich mich freuen.


  • #2
    So eng würde ich nicht pflanzen. Wir haben mal eine Hecke angelegt vor Jahren als "Benjeshecke mit Initialpflanzung". Also aller 2m einen Strauch gepflanzt und das ganze dann mit vorzugsweise grobem Astschnitt in ca 3m Breite umgeben. Hasel und Schlehe wurde in Gruppen gepflanzt, immer so etwa 5 Stück hintereinander, und dazwischen eher einzeln Schneeball, Weißdorn, Wildbirne, Heckenrose. Weide iund Holunder ist dann von selbst gekommen. Das Reißig hat sich sehr gut bewährt, dämmt Graswuchs ein, beschattet den Boden und hält dadurch die Feuchtigkeit und schützt vor Wildverbiß. Nicht zuletzt ist dadurch die Hecke von Anfang an Lebensraum. In den ersten Jahren war sie auf ganzer Länge von Neuntöterbrutpaaren besetzt.
    Die Benjeshecke darf nur nicht als Abfallentsorgung dienen, also keinen feinen Heckenschnitt oder anderes dichtes Material, wie gesagt eher grobes Geäst.

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    • #3
      Vielen Dank für die Anregungen: Das mit dem größeren Abstand, den 5er Gruppen und den Einzelpflanzungen dazwischen hilft mir weiter. Auch das mit dem Wildverbiss ist ein wertvoller Hinweis.

      Unsere Hecke wird im Rahmen eines Naturschutzprojekts erstellt, wobei die Benjeshecke hier erst mal nicht zum Zuge kommt.

      Was mich für Sie freut, ist der Erfolg mit den Neuntöterbruten, die wir eher nicht erwarten dürfen, da es an unserem Standort hierfür kein typischer Lebensraum ist.

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      • #4
        Clothianidin schrieb:

        Unsere Hecke wird im Rahmen eines Naturschutzprojekts erstellt, wobei die Benjeshecke hier erst mal nicht zum Zuge kommt.
        Man muß es nicht "Benjeshecke" nennen, wenn das im Projekt stört. Es bringt nur viele Vorteile beim Anwachsen und durch die wegfallende Pflege. Ich war damals selbst erstaunt, wie gut das gewachsen ist. Man sieht ja auch gezäunte Heckenpflanzungen, wo die Gehölze in den ersten Jahren freigesichelt werden. Geht sicher auch so.

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        • #5
          Lausitzer schrieb:

          Es bringt nur viele Vorteile beim Anwachsen und durch die wegfallende Pflege.
          Ich werde das bei der Vorbereitung des Projekts (Anfang April 2016) einbeziehen.

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          • #6
            Berberitze und Eibe wachsen ebenfalls sicher an. Würden sie das Projekt stören?

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            • #7
              Clothianidin schrieb:

              Vielen Dank für die Anregungen: Das mit dem größeren Abstand, den 5er Gruppen und den Einzelpflanzungen dazwischen hilft mir weiter. Auch das mit dem Wildverbiss ist ein wertvoller Hinweis.

              Unsere Hecke wird im Rahmen eines Naturschutzprojekts erstellt, wobei die Benjeshecke hier erst mal nicht zum Zuge kommt.

              Was mich für Sie freut, ist der Erfolg mit den Neuntöterbruten, die wir eher nicht erwarten dürfen, da es an unserem Standort hierfür kein typischer Lebensraum ist.
              Was eigentlich immer geht:

              Liguster, Haselnuß, Faulbaum, Hartriegel, Vogelkirsche, Feldahorn, Holunder usw.

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              • #8
                Gartenfotograf10 schrieb:

                Was eigentlich immer geht:

                Liguster, Haselnuß, Faulbaum, Hartriegel, Vogelkirsche, Feldahorn, Holunder usw.
                Ich werde davon das eine oder andere Gehölz probieren, obwohl ich da wegen des Ph-Wertes (5,5) Bedenken habe. Oder kann man das ignorieren? Siehe Link:

                http://www.fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/50159/gebietsheimische_gehoelze.pdf?command=downloadCont ent&filename=gebietsheimische_gehoelze.pdf&FIS=200

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                • #9
                  Britta schrieb:

                  Berberitze und Eibe wachsen ebenfalls sicher an. Würden sie das Projekt stören?
                  Danke für die Anregung! Wegen des Störens des Projektes

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                  • #10
                    Clothianidin schrieb:

                    Ich werde davon das eine oder andere Gehölz probieren, obwohl ich da wegen des Ph-Wertes (5,5) Bedenken habe. Oder kann man das ignorieren? Siehe Link:

                    http://www.fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/50159/gebietsheimische_gehoelze.pdf?command=downloadCont ent&filename=gebietsheimische_gehoelze.pdf&FIS=200
                    Die von mir genannten Gehölze sind heimisch und wachsen bestimmt bei PH 5,5

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                    • #11
                      Gartenfotograf10 schrieb:

                      Die von mir genannten Gehölze sind heimisch und wachsen bestimmt bei PH 5,5
                      Vielen Dank für diese präzise Antwort!

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