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  • Benzinsensen

    Hallo Ihr Lieben Gartenfreunde,
    welche Erfahrungen habt Ihr mit Nachbarn, die ihre benzinbetriebene Motorsense und die ebenfalls benzinbetriebene FrÀse mehrmals wöchentlich jeweils vier bis sechs Stunden lang betreiben? Mir wird dadurch die ganze Freude an meinem Garten verdorben! Ein Apell an die gute Nachbarschaft blieb leider erfolglos, denn der liebe Nachbar hat einen Krautgarten, den er seiner Meinung nach als Landwirt jederzeit und so lange er will mit den Maschinen bearbeiten darf. Ich will auch mal wieder ohne Motorgetöse in meinem Garten sein, ist das denn zuviel verlangt?

    Viele GrĂŒße, wolfsmilch

  • #2
    Hallo Wolfsmilch,

    ich wĂŒrde mich mal beim örtlichen Ordnungsamt erkundigen. Die mĂŒßten wissen, welche LĂ€rmschutzbedingungen bei Euch gelten und bei der Gemeinde dĂŒrftest Du auch in Erfahrung bringen, ob die FlĂ€che tatsĂ€chlich fĂŒr landwirtschaftliche Nutzung ausgewiesen ist. Zwischen privater und gewerblicher Nutzung (als Landwirt) gibt es beim LĂ€rmschutz nĂ€mlich ganz schöne Unterschiede.

    Wobei ich mehrmals mehrere Stunden in einer Woche selbst bei gewerblicher Nutzung arg finde, unsere Landwirte hier höre ich nur selten - nur wenn gemÀht oder geerntet wird.

    Ich kann Deinen Ärger sehr gut nachvollziehen, mich nervt ja schon die RasenmĂ€her-Dauerbeschallung. Und wenn sie hier im Wald mal wieder mit der MotorsĂ€ge im Einsatz sind, wĂŒrde ich am liebsten fĂŒr ein paar Tage flĂŒchten.

    LG Silvia

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    • #3
      Hallo Maiglöckchen,

      wir leben - absichtlich ;-) - am Ortsrand, der Krautgarten war frĂŒher ein ganz normales Feld. Mit der normalen landwirtschaftlichen Nutzung habe ich nie ein Problem gehabt, die Bauern kommen ja nur ein paar Mal im Jahr und dann ist es wieder fĂŒr Wochen gut.

      Der Acker wurde aufgeteilt in Parzellen, die anderen "KrautgĂ€rtner" wursteln ganz normal mit ihren HandgerĂ€ten rum, von denen hört man nahezu nichts. Nur der Eine ... Er nutzt die FlĂ€che wohl wirklich gewerblich. Das ist natĂŒrlich auf einer FlĂ€che, die ursprĂŒnglich ein Acker ist, zulĂ€ssig. Es wĂ€r mir auch wurst, was und wie viel er da anbaut. Ich verstehe auch, dass er im FrĂŒjahr seine KartoffelĂ€cker nicht mit dem Handspaten umgraben kann. Da höre ich dann zĂ€hneknirschend weg, wenn drei Samstage hintereinander stundenlang der selbe Acker mit der FrĂ€se ganz fein gemahlen wird. Aber wenn dann mal stundenlang um die BeerenstrĂ€ucher rumgesenst wird, beim nĂ€chsten Mal der Feldrain dran ist, krieg ich die Krise. Er hat ja OhrenschĂŒtzer drauf, da kann er hingebungsvoll zwei Stunden lang 20 qm sensen. Ich lauf derweil in meinem Garten "die WĂ€nde rauf".

      Liebe GrĂŒße, Wolfsmilch

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      • #4
        Was sagen denn die anderen KrautgĂ€rtner dazu? Wenn die auch genervt sind - gemeinsam ist man ja bekanntlich stĂ€rker. Ist die "NervensĂ€ge" denn EigentĂŒmer des Ackers?

        Ich denke schon, wenn da stundenlang eine bestimmte Dezibel-Zahl ĂŒberschritten wird, das man da was machen könnte. Also frag doch mal bei der Gemeinde nach.

        LG Silvia

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        • #5
          Ich denk mal, die anderen KrautgÀrtner kommen gegen den recht dominant auftretenden "Landwirt" nicht an, die haben ja auch das Problem nicht direkt, denn die sind ja nicht dauernd da - im Gegensatz zu den Leuten, die wie ich dort wohnen. Richtig genervt sind also nur die Anwohner - allerdings nur im vertraulichen GesprÀch. Danach sieht man sie wieder nett mit ihm plaudern und wenn er was zu verschenken hat, sind sie auch wieder da.

          Ich werd mich trotzdem mal bei der Gemeinde melden, evtl. sollte ich ein LĂ€rmtagebuch fĂŒhren, damit ich belegen kann, wann und wie viel auf dem Acker gelĂ€rmt wird.

          Viele GrĂŒße und schönen Abend, Wolfsmilch

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          • #6
            » Was sagen denn die anderen KrautgÀrtner dazu? Wenn die auch genervt sind -
            » gemeinsam ist man ja bekanntlich stÀrker. Ist die "NervensÀge" denn
            » EigentĂŒmer des Ackers?
            »
            » Ich denke schon, wenn da stundenlang eine bestimmte Dezibel-Zahl
            » ĂŒberschritten wird, das man da was machen könnte. Also frag doch mal bei
            » der Gemeinde nach.
            »
            » LG Silvia

            Liebe Silvia,
            da habe ich sehr leidvolle Erfahrungen gemacht und bin entsprechend pessimistisch, was den Erfolg angeht.
            Unser Nachbar hat frĂŒher tagelang - bei gutem Wetter, versteht sich - mit der KreissĂ€ge Brennholz klein gemacht, und zwar auch in der Mittagszeit. Auf Nachfrage bei der Gemeinde hieß es, dass 1. die Mittagszeit-Regelung abgeschafft wurde und 2. neuerdings eine KreissĂ€ge auch außerhalb von GebĂ€uden und in Wohngebieten benutzt werden darf. (FrĂŒher durfte das nĂ€mlich nur gewerblich sein). Der Gemeindemensch sagte, ich solle mich doch mal mit dem Nachbarn auf ein Bier treffen und die Sache gĂŒtlich regeln. Da war ich aber schon auf 120 und nur noch zum Morden fĂ€hig.
            Ein Rechtsberatung brachte auch nichts: Angeblich sei das ganze Verfahren mit einem Gutachter nichtig, wenn der Richter das - wie ĂŒblicherweise - nicht anerkennt.
            Gott sei Dank hat er inzwischen damit aufgehört, weil wohl auch andere Nachbarn auf die Barrikaden gegangen sind.

            Es wĂŒrde mich sehr interessieren, wie die Sache von Wolfsmilch weitergeht.

            petaloudi, mitleidend :-(

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            • #7
              » Ich werd mich trotzdem mal bei der Gemeinde melden, evtl. sollte ich ein
              » LĂ€rmtagebuch fĂŒhren, damit ich belegen kann, wann und wie viel auf dem
              » Acker gelÀrmt wird.
              »

              LĂ€rmtagebuch ist auf alle FĂ€lle wichtig und Zeugen. Vielleicht kannst Du Dir ja auch so ein GerĂ€t besorgen, um die Dezibel zu messen - vielleicht hast Du ja GlĂŒck und da wird ein Grenzwert ĂŒberschritten. Aber immer schön mit Zeugen.

              @Petaloudi - KreissĂ€gen (bzw. lĂ€rmende Nachbarn im Allgemeinen) sind etwas Grauenhaftes, da wĂ€re ich auch auf 180 gewesen. Du hast ja Recht, die Bestimmungen, was LĂ€rm angeht, sind leider viel zu lasch. Aber ich denke auch, es ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, vielleicht hat Wolfsmilch ja GlĂŒck und bei ihm/ihr im Ort sind die da etwas strenger.

              LG Silvia

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              • #8
                unsere gemeinde hat dieser tage in den stadtnachrichten wieder mal eine ermahnung bekommen, scheinbar hat es deswegen klagen gegeben. es ist also scheinbar doch sehr unterschiedlich geregelt.

                ich lebe direkt auf dem land und die landwirtschaftliche gerÀuschkulisse ist da normal. das gehört so dazu, dass es gar nicht mehr wahrgenommen wird.
                trotzdem krieg ich die krise, wenn der nachbar direkt vor meinem wohnzimmerfenster ausgiebig seinen grasgarten freisenst. genau wie das SchrotmĂŒhl-auto, das an ort und stelle das getreide bei den umgebenden bauern zerkleinert... beide maschinen haben so einen alles durchdringenden bohrenden mißklang; das ist wie vertonte MigrĂ€ne...einfach grauenhaft. diese tonlage weckt unwillkĂŒrlich agressionen, da kann man noch so friedfertig eingestellt sein.

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                • #9
                  » unsere gemeinde hat dieser tage in den stadtnachrichten wieder mal eine
                  » ermahnung bekommen, scheinbar hat es deswegen klagen gegeben. es ist also
                  » scheinbar doch sehr unterschiedlich geregelt.
                  »
                  Bei uns gab es auch erst letzthin im lokalen Blatt den Hinweis, um welche Uhrzeiten es gestattet ist, laute Maschinen (wie RasenmĂ€her oder LaubblĂ€ser) zu benĂŒtzen. Das wird in meiner Nachbarschaft so einigermassen eingehalten. Nur mein direkter Nachbar vergisst manchmal, dass er eigentlich erst ab 14 Uhr die Maschinen einstellen darf. Aber das passiert nicht allzu oft, worĂŒber ich ziemlich glĂŒcklich bin. Ausserdem wohne ich in einem "besserem" Quartier und die meisten Nachbarn haben einen automatischen RasenmĂ€her, der ist elektrisch und sĂ€uselt einmal tĂ€glich vor sich hin. Trotzdem bearbeiten einige noch einmal pro Woche die Kanten und was weiss ich. Aber diese Rasenschildkröten nehmen einiges vom LĂ€rm weg.
                  Was aber bei dir passiert, ist eine heftige LĂ€rmbelĂ€stigung. Ein LĂ€rmtagebuch anzulegen und mit den Nachbarn zu sprechen, sind sicher gute Ideen. Ich könnte mir schon vorstellen, das das fruchtet. Anstrengend und Ă€rgerlich ist es aber trotzdem. Du hast mein MitgefĂŒhl.

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                  • #10
                    Unser Nachbar hat auch lange Zeit jeden Tag mit seiner Benzin Motorsense auf seinen GrundstĂŒck rumhantiert und das teilweise schon morgens frĂŒh so gegen sieben Uhr. ZunĂ€chst haben wir uns nur darĂŒber aufgeregt, was natĂŒrlich gar nichts gebracht hat. Dann sind wir paar Tage spĂ€ter zu ihm hingegangen und wollten mit ihm darĂŒber reden. Wir haben hier auch noch eine relativ enge Gemeinschaft und man kennt sich mittlerweile gut (nicht so wie in der Großstadt). Naja, zunĂ€chst war er ganz zuvorkommend, hat sich entschuldigt und dann war erstmal Ruhe. An einem Samstag Morgen (!) wurden wir wieder von diesem GerĂ€usch der benzin-motorsense.de wach und konnten es erst gar nicht glauben; wir hielten es fĂŒr einen schlechten Witz.
                    Dann sind wir wieder hin, doch dieses Mal hat er sich angegriffen gefĂŒhlt, wurde pissig und sah sich vollkommen im Recht. Letzten Endes haben wir da ausgesessen, auch wenn es nicht das beste war, aber auf die Gemeinde verlassen; daran glauben wir einfach nicht mehr. Zum GlĂŒck fand seine Arbeit mit der Motorsense auch ein Ende - bis zum nĂ€chsten mal...

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                    • #11
                      Das darf eigentlich nicht sein. Laut GerĂ€te- und MaschinenlĂ€rmschutzverordnung § 7 Betrieb in Wohngebieten gilt, dass solche GerĂ€te nur werktags zwischen 9 und 13 Uhr und zwischen 15 und 17 Uhr verwendet werden dĂŒrfen. In einem solchen Fall wĂŒrde ich meine Nachbarn auf diese Tatsache hinweisen. Es kann ja nicht sein, dass solche GerĂ€te stundenlang laufen. Ich glaube da wĂŒrde es helfen, wenn man sich mal mit den Nachbarn austauscht.

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