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  • unsere Eltern

    Guten Morgen,

    ich trau mich jetzt mal ein Thema anzufangen, dass ja nun wirklich nix mit GArten zu tun hat , aber,
    als ich da so gestern abend alleine im Forum unterwegs war, in verschiedenen Str├Ąngen w├╝hlte, da fiel mir auf, dass ├Âfter mal der Vater oder die Mutter erw├Ąhnt wurde. Besuche im Krankenhaus, oder Pflege und auch in anderen Zusammenh├Ąngen.
    Es ist doch wohl so, dass Eltern f├╝r viele von uns nun in ein Alter kommen oder schon sind, wo sie mehr Beachtung bed├╝rfen. Da werden sie, unter Umst├Ąnden ,langsam wieder zu Kindern, und jemand sollte sie an die Hand nehmen.

    Ich hatte mich im Sommer dazu entschlossen meine Mutter(79) von S├╝ddeutschland
    nach hierher zu holen, da sie sowieso ausziehen musste(K├╝ndigung wegen Eigenbedarf!!).
    Zuerst wollte sie in S├╝dd. ins betreute Wohnen ziehen,aber eigentlich nur, weil sie Angst hatte ,dass sie irgendwann einmal nicht mehr so kann, wie sie m├Âchte. Anf├Ąnglich fand ich die Idee gar nicht schlecht, denn dann w├Ąre immer jemand f├╝r sie da, wenn mal was sein sollte. Aber schließlich haben wir uns entschlossen ,dass es besser ist, wenn sie hier wohnt.(Nicht im Hause, sondern 10 min von hier).
    Ich war wirklich erstaunt, dass sie nochmal in diesem Alter einen gr├Âßeren Umzug wagt. Denn schließlich hat sie 3/4 ihres Lebens in S├╝dd. verbracht.

    Aber was h├Ątte ich gemacht, wenn sie dort krank geworden w├Ąre. Da k├Ânnte ich nicht mal eben den weiten Weg machen, um sie zu besuchen. Das hab ich n├Ąmlich alles schon mit meiner Stiefmutter erlebt und das war ganz furchtbar.

    So denke ich ist es gut und bin mir durchaus bewusst, dass es auch schwierig werden kann, wenn man im gleichen Ort wohnt.

    Sie hat sich so langsam eingelebt und h├Ąlt auch schon wieder Ausschau nach einer Kegelgruppe.

    Wie steht ihr zu euren Eltern? Wohnen sie in der N├Ąhe oder gaanz weit weg? H├Ąttet ihr es lieber anders oder ist es gut so wie┬┤s ist?

    Morgendliche und nachdenkliche Gr├╝ße von Elke

  • #2
    Hallo Elke

    Da schneidest du nat├╝rlich ein Thema an, was bei uns akut aktuell ist, da wir zur Zeit mittendrin stecken. Soll heißen: Meine Mutter, 89 J, seit Jahren Arthrosepatientin, ist am Sonntag gest├╝rzt. Starke Prellungen, Schmerzen, starke Bewegungseinschr├Ąnkung ( schwierige K├Ârperpflege). Zum Gl├╝ck wohnen wir in einem Haus, sodaß wir ganz fix da sind. Heißt aber auch, dass wir i m m e r Ansprechpartner sind. Manchmal frage ich mich, ob ich das lange durchhalten kann. Es gibt kaum noch ein anderes Gespr├Ąchsthema und die physische und psychische Belastung ist schon sehr hoch. Ich habe mir aber immer vorgenommen, dass ich meine Eltern zu Hause betreue, also ziehe ich das jetzt auch durch.
    Gl├╝cklicherweise f├Ąllt zur Zeit ja kaum Gartenarbeit an, sonst w├╝sste ich nicht, wie ich das alles schaffen sollte.
    Es ist sch├Ân, dass du deine Mutter in den Ort geholt hast. Bei einer akuten Erkrankung k├Ânnen aber auch 10 Minuten Wegstrecke ganz sch├Ân lang werden, wenn man sie 3x t├Ąglich oder so zur├╝cklegen muß.

    Gr├╝ße B├Ąumchen

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    • #3
      Hallo Elke,
      da sprichst Du ein Thema an, puuuh, das trifft bei mir grad voll den Nerv.

      Meine Eltern wohnen etwa 1 Std. von uns entfernt, sind beide 80 Jahre alt, mein Vater ist stark gehbehindert und meine Mutter herzkrank aber sonst noch topp fit, nur vergesslich und zerstreut. Wir versuchen schon seit l├Ąngerer Zeit sie zu einem Umzug in unsere Richtung zu bewegen, aber seither hatten wir keinen Erfolg damit und auch immer wieder Streitereien. Sie haben ein Haus mit Garten und so m├╝ssen wir immer ├Âfter dort mit helfen, damit nicht alles verwildert. Auch im Haus ist immer mal wieder etwas zu handwerkeln und da wir ja selber mit 3000qum Garten begl├╝ckt sind , ist das oftmals ein schwieriges, logistisches Problem.
      Ob bei uns im Haus, in einer eigenen Wohnung oder im betreuten Wohnen, jede andere L├Âsung w├Ąre mir recht. Nur so weit weg ist und bleibt eine riesengroße Belastung.
      Ich habe keine Geschwister und muss das alles selber auf die Reihe bekommen, manchmal w├╝nsche ich mir, sie einfach nur mal so zu besuchen, ohne immer irgendetwas zu arbeiten. Ein wenig habe ich schon resigniert, im Moment jedenfalls sehe ich keine baldige Änderung und muss mich damit abfinden.

      Meine Schwiegermutter hat mit 80 damals die Entscheidung getroffen in das betreute Wohnen zu ziehen, 15 Autominuten von uns entfernt. Sie f├╝hlt sich pudelwohl, ist abwechselnd bei meinem Schwager in der Familie oder bei uns und mit ihren 92 Jahren geistig und k├Ârperlich gut drauf.
      Wir haben diese Entscheidung begr├╝ßt, denn auch sie wohnte zu weit weg, um eben mal kurz vorbeizufahren.

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      • #4
        ┬╗ Sie haben ein Haus mit Garten und so m├╝ssen wir immer ├Âfter dort mit
        ┬╗ helfen, damit nicht alles verwildert. Auch im Haus ist immer mal wieder
        ┬╗ etwas zu handwerkeln

        unerbittlich
        alt werden, am ende: sterben
        Abschied nehmen von der Bl├╝te des Lebens
        Zerfall, Aufl├Âsung, Winter
        Raum geben f├╝r Neues - sp├Ąter, f├╝r andere, den n├Ąchsten Fr├╝hling und Sommer

        mich k├╝mmern um die Eltern, ihrem 'zum Kind' werden beistehen
        wie sie fr├╝her mir - *ja (war gemeint)
        ihren Status der Zeit ihrer Schaffenskraft aufrechterhalten -m├╝ssen-
        Garten - Haus - NEIN

        auch hart, die weide

        *Erg├Ąnzung

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        • #5
          ┬╗ Heißt aber
          ┬╗ auch, dass wir i m m e r Ansprechpartner sind. Manchmal frage ich mich,
          ┬╗ ob ich das lange durchhalten kann. Es gibt kaum noch ein anderes
          ┬╗ Gespr├Ąchsthema und die physische und psychische Belastung ist schon sehr
          ┬╗ hoch. Ich habe mir aber immer vorgenommen, dass ich meine Eltern zu Hause
          ┬╗ betreue, also ziehe ich das jetzt auch durch.
          ┬╗

          Hallo B├Ąumchen,
          das ist genau der Punkt - wie ich finde - man hat es sich vorgenommen und will es dann in jedem Fall durchziehen. Du schreibst, zu Recht, dass physische und psychische Belastung sehr hoch sind. Gerade pflegende Angeh├Ârige sind da immensen Belastungen ausgesetzt, weil es ja nicht nur darum geht, "irgend jemanden" zu pflegen, sondern neben der allgemeinen physischen und psych. Belastung durch Pflege und Krankheit auch immer die emotionale Bindung (meine Mutter, Vater, ...) eine entscheidende Rolle spielt. Da ist es wichtig, sich immer wieder auch "Auszeiten" zu g├Ânnen. Insbesondere dann, wenn es eben nicht nur um 14 Tage Pflege bei Grippe o.├Ą. geht, sondern Angeh├Ârige ├╝ber Monate und oft ja auch Jahre pflegerische Betreuung ben├Âtigen. "Es durchzuziehen", kann nicht heißen, permanent ├╝ber eigene Belastungsgrenzen zu gehen. Nur wenn ich mich selbst pflege, meine Bed├╝rfnisse ernst nehme, kann ich ├╝ber l├Ąngere Zeitr├Ąume auch andere angemessen pflegen (sagt die gelernte Krankenschwester :-D :-D ). Und aus meiner eigenen privaten und beruflichen Erfahrung denke ich, sollte man sich selbst - bei aller Liebe zu den Eltern - auch immer den Freiraum lassen, diese einmal getroffene Entscheidung der F├╝rsorge ggf. r├╝ckg├Ąngig zu machen. Meine Hochachtung, vor allen, die ihre Angeh├Ârigen zu Hause pflegen, aber ich w├╝rde auch niemals jemandem Vorw├╝rfe machen, der dies nicht kann oder irgendwann nicht mehr schafft.

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          • #6
            ┬╗ Da werden sie, unter
            ┬╗ Umst├Ąnden ,langsam wieder zu Kindern, und jemand sollte sie an die Hand
            ┬╗ nehmen.
            ┬╗ ...
            ┬╗ Wie steht ihr zu euren Eltern? Wohnen sie in der N├Ąhe oder gaanz weit weg?
            ┬╗ H├Ąttet ihr es lieber anders oder ist es gut so wie┬┤s ist?
            ┬╗

            Hallo Elke,
            mit dem "langsam wieder zu Kindern" triffst du in meinem Fall genau den Punkt. Ich hatte geschrieben, dass meine Mutter vor kurzem ins Heim umgezogen ist. Sie hat sich dazu entschieden, weil bei ihr vor zwei Jahren eine Demenz festgestellt wurde, sie sich seither auch deutlich in ihrem Zustand verschlechtert hat und zu Hause allein im Grunde nicht mehr leben konnte und wollte(selbst mit amb. Diensten etc.). Wir (meine zwei Geschwister und ich) haben diese Entscheidung mit ihr bewusst getroffen, solange sie selbst noch weiß und merkt, was passiert. Sie ist nun in ein Haus 10 min Autofahrt von meinem Bruder entfernt gezogen. Ich selber wohne seit knapp zwei Jahren ca. 300 km entfernt und bin sehr froh dar├╝ber. Bei meiner Mutter und mir hatte sich die Eltern-Kind-beziehung seit langem quasi umgekehrt, ich war einzige Bezugsperson ├╝ber mehr als 10 Jahre f├╝r sie. da blieb manchmal wenig Freiraum f├╝r das eigene Leben. Ich werde mich sicher auch weiter k├╝mmern und f├╝r sie da sein, aber es tut mir auch gut, dass sie nun - zwangsl├Ąufig - auch andere Bezugspersonen hat und ich etwas mehr Distanz bekomme.
            Das mag vielleicht f├╝r manchen hart klingen. Aber ich denke, letztlich kommt es auch ihr wieder zu gute, wenn sie mich zwar seltener aber dann entspannt und gut gelaunt erlebt, statt h├Ąufig und angespannt.

            Es ist in jedem Fall eine schwierige Entscheidung, wer die Eltern/Angeh├Ârigen wo und wie/durch wen pflegt bzw. pflegen l├Ąsst und diese Entscheidung kann man auch niemandem abnehmen. Wichtig finde ich nur, dass gegenseitige ERwartungen und W├╝nsche angesprochen und gekl├Ąrt und dann - hoffentlich - im Sinne aller gel├Âst werden. Und das sich jeder klar macht, dass er auch das Recht haben sollte, einmal getroffene Entscheidungen ("ich k├╝mmere mich in der und der Art und Weise") auch r├╝ckg├Ąngig machen zu d├╝rfen, wenn die Situation sich ver├Ąndert.

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            • #7
              ┬╗ Es ist in jedem Fall eine schwierige Entscheidung, wer die
              ┬╗ Eltern/Angeh├Ârigen wo und wie/durch wen pflegt bzw. pflegen l├Ąsst und
              ┬╗ diese Entscheidung kann man auch niemandem abnehmen. Wichtig finde ich
              ┬╗ nur, dass gegenseitige ERwartungen und W├╝nsche angesprochen und gekl├Ąrt
              ┬╗ und dann - hoffentlich - im Sinne aller gel├Âst werden. Und das sich jeder
              ┬╗ klar macht, dass er auch das Recht haben sollte, einmal getroffene
              ┬╗ Entscheidungen ("ich k├╝mmere mich in der und der Art und Weise") auch
              ┬╗ r├╝ckg├Ąngig machen zu d├╝rfen, wenn die Situation sich ver├Ąndert.


              ..das sehe ich ganz genauso und rede auch immer wieder mit meiner Mutter dar├╝ber.
              Ob es dann allerdings im Fall der F├Ąlle tats├Ąchlich gelingt "Abstand" zu nehmen ist noch eine andere Sache.
              Klar, seit meine Mutter hier ist hat sie eben nur noch mich. Ich ermuntere sie aber dennoch selbstst├Ąndig zu sein und erkl├Ąre ihr auch , wie wichtig das ist.
              Und ich bin auch jemand, der mal nein sagen kann. Und das weiß sie.

              Liebe Gr├╝ße von Elke

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              • #8
                ┬╗ ihren Status der Zeit ihrer Schaffenskraft aufrechterhalten - m├╝ssen -
                ┬╗ Garten - Haus - NEIN ┬╗


                das ist nat├╝rlich ein sehr sensibler bereich, die erwartungen, die an die helfenden/pflegenden gestellt werden, stehen ja meist nicht im einklang mit dem, was leistbar ist.

                und auch die beziehung miteinander spielt eine große rolle.

                ich cocolina finde zwar eigentlich das verschwinden der großfamili├Ąren strukturen in den letzten hundert jahren total schade, weil damit ganz wichtige soziale und kulturelle dinge verloren gehen -
                ABER ich cocolina bin total froh, daß meine mutter zu weit weg wohnt, um mal eben zum helfen hinzufahren. wir haben eine sehr schwierige, geladene beziehung, und es w├Ąre mir zzt wirklich ein graus, sie pflegen zu MÜSSEN.
                anders bei meinem vater: das verh├Ąltnis ist locker und offen, nicht zu eng, und wir haben ihm vor drei jahren sehr unter die arme gegriffen, um ihm aus einem tiefen psychischen und physischen loch herauszuhelfen. zum gl├╝ck hat er sich phantastisch berappelt, ist hier in die n├Ąhe gezogen (5 autominuten), und wir sehen uns trotzdem nur so einmal die woche.

                so verschieden kann das sein.

                und es ist ganz wichtig, die eigenen grenzen zu erkennen und zu setzen, auch wenn das nach außen hart aussieht.

                wenn widerwillig oder auf schwieriger basis gek├╝mmert wird, die grundstimmung gespannt ist, haben die pflegebed├╝rftigen auch nix davon. im gegenteil, dann f├╝hlen sie sich selbst als belastung und k├Ânnen sich auch nicht wohlf├╝hlen. dann ist es f├╝r alle beteiligten doch besser, die pflege/das k├╝mmern in professionelle h├Ąnde abzugeben, die aus der emotionalen distanz heraus liebevoller sein k├Ânnen, als man selbst es k├Ânnte.

                cocolina

                nachtrag:
                und wenn es dann doch sein muß oder nicht anders geht, l├Ąßt sich auch daran hoffentlich etwas lernen, zb ├╝ber den eigenen schatten zu springen - sag ich so zu mir.

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                • #9
                  Puh, wirklich ein ganz schwieriges Thema! Immer wieder gr├╝bele ich dar├╝ber nach, eine passende L├Âsung kann ich nicht finden. Ich weiß einfach noch nicht, was ich tun werde, wenn es denn so weit ist, dass meine Eltern Pflege ben├Âtigen.

                  Gerade schaut es so aus: meine Eltern sind beide Mitte f├╝nfzig und gesund. Der Papa scheint versorgt zu sein (meine Stiefmuddi ist so alt wie ich :-D ) und lebt mehr als f├╝nfhundert Kilometer entfernt in Leipzig. Mein ehrw├╝rdiges M├╝tterchen lebt fast genauso weit entfernt in Brandenburg und hat mich schon einmal wissen lassen, dass ich sie in ein Heim geben soll, sie m├Âchte mir auf gar keinen Fall zur Last fallen. Richtig gezankt hat sie mit mir, als ich andere M├Âglichkeiten mit ihr durchgehen wollte. Meine s├╝ße Mum in einem Heim weit entfernt von mir - allein die Vorstellung davon l├Ąsst mir die Tr├Ąnen rollen.

                  Und wieder verschiebe ich die Gedanken. Beide sind doch noch so jung! Jetzt erscheint es mir, als w├Ąre noch so viel Zeit...

                  Ganz ehrlich: ich verdr├Ąnge. :-|


                  liebe Gr├╝ße
                  Anke

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                  • #10
                    ┬╗ Jetzt erscheint es mir, als w├Ąre noch so viel Zeit...

                    Liebe Anke,

                    ist es ja sicherlich auch. Ihr habt es ja auch schon mal thematisiert, auch wenn es nicht zu deiner Befriedigung war. Aber das ist schon mal ein erster wichtiger Schritt. Ihr werdet bestimmt immer mal wieder dar├╝ber reden. Und ├╝ber die Zeit ├Ąndert man auch mal seine Ansichten. Vielleicht k├Ânnte es irgendwann einmal die Idee deiner Mutter sein, dann wenigstens in ein Heim in deiner N├Ąhe zu ziehen.

                    Manchmal kommt alles anders als man denkt. Meine Mutter hat, als sie Mitte f├╝nfzig war auch nicht anders als deine dar├╝ber gesprochen. Dann hat sie imlaufe der Zeit immer mal wieder ihre Meinung ge├Ąndert.

                    Ich widerum konnte mir vor 20 Jahren ├╝berhaupt gar nicht vorstellen, dass ich mal mit meiner Mutter in ein und der selben Stadt, mit nur 10 min Fußweg voneinander entfernt, wohnen w├╝rde!!!

                    Also du siehst, es kann sich gaaanz viel ├Ąndern..

                    *dir die Gr├╝belfalten nehmen m├Âcht*

                    Liebe Gr├╝ße von Elke

                    Kommentar


                    • #11

                      Kommentar


                      • #12
                        ┬╗ auch von mir hast Du das Thema wohl schon gelesen.

                        bestimmt, kann mich aber im Einzelnen nicht mehr erinnern..aber daf├╝r hast du es ja jetzt ausf├╝hrlich beschrieben.

                        Liebe Lilli,

                        Hut ab - ich bin so gut wie sprachlos.
                        Du kannst stolz auf dich sein.

                        Enorm, was da in dir vorgeht, welchen Wandlungsprozeß du da durchlaufen hast, welchen inneren Kampf. Wie klar du bist! Verzeihen,sich selbst dabei nicht vergessen... immer wieder Kraft sch├Âpfen. Über den eigenen Schatten springen. Ich glaube, dass du das sehr gut hinbekommst. DAzu geh├Ârt viel Mut, viel Liebe, viel Lebensfreude und gute Freunde.
                        Ich w├╝nsche dir alles Gute auf deinen Wegen...deine Mutter kann stolz auf ihre Tochter sein.

                        Alles Liebe, Elke

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                        • #13
                          ┬╗ Denn dieses innere Bed├╝rfnis, da zu sein, weil
                          ┬╗ die Eltern oder Mutter ja auch f├╝r einen da waren, das habe ich nicht, sie
                          ┬╗ war es ja grade nicht.
                          ┬╗ ... und weiß, dass ich ihr verzeihen muss, dass ich anders mir
                          ┬╗ selber sonst vieles nicht verzeihen kann. Das ist schwer und vielen
                          ┬╗ Gef├╝hlsschwankungen unterworfen, aber wo andere ein anderes inneres
                          ┬╗ Bed├╝rfnis haben, habe ich nun dieses und f├╝hle mich nicht mehr nur in der
                          ┬╗ moralischen Pflicht.
                          ...
                          ┬╗ Und wenn ich nach Weihnachten wieder zur├╝ck und noch nicht ganz
                          ┬╗ zusammengebrochen bin, auch schauen, wie ich die Grenze zu meinem eigenen
                          ┬╗ Leben wieder ziehe und aufrechterhalte. Denn genau – irgendwer hat es
                          ┬╗ geschrieben – man kann eine zeitlang bis an die eigenen Grenzen gehen,
                          ┬╗ manchmal sogar dar├╝ber, aber nicht dauernd. Sonst bleibt auch gar keine
                          ┬╗ Luft mehr f├╝r den eigentlichen Kontakt und f├╝r die inneren Prozesse, die
                          ┬╗ da ablaufen. Die wohl f├╝r jeden wichtig sind in dieser Situation, wenn
                          ┬╗ auch f├╝r jeden ganz anders.
                          ┬╗ Gr├╝ße von Lilli

                          Liebe Lilli,
                          aus deine Zeilen klingen f├╝r mich die Worte einer unglaublich starken Frau - auch wenn du dich in manchen Momenten vielleicht nicht so f├╝hlst. Gerade die Problematik, sich f├╝r die eigene Mutter/Eltern einzusetzen, sie zu pflegen, obwohl, man als Kind vielleicht das Gef├╝hl hatte, verlassen / zu kurz gekommen zu sein, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sehr gut nachvollziehen. Zwar hat uns unsere Mutter nicht verlassen, aber die Beziehung zwischen ihr und mir war an manchen Stellen zu eng, die Rollen kehrten sich zu fr├╝h um. Aber ich denke auch, wie du, dass das "verzeihen k├Ânnen/m├╝ssen" in dem Zusammenhang unglaublich wichtig ist, um allein f├╝r sich selbst Frieden mit der Situation zu finden - und dann auch wieder angemessen f├╝r die Eltern da sein und sorgen zu k├Ânnen. Mir hat dabei immer am meisten geholfen, die vergangenen, kritischen Situationen nachvollziehen, verstehen zu wollen: Warum hat er/sie so gehandelt, wie wurde die Situation von ihnen selbst erlebt. Also am besten auch Fragen stellen. Dadurch ist mir manches Mal bewusst geworden, dass meine Eltern aus ihrer jeweiligen Geschichte und Situation heraus kaum andere Handlungsm├Âglichkeiten hatten. Und das erleichtert mir das Verzeihen sehr.
                          Du scheinst dich sehr reflektiert und bewusst mit der Pflege und Beziehung zu deiner Mutter auseinander zu setzen. Ich bin mir sicher, dass dir das auch die St├Ąrke gibt, den richtigen Weg f├╝r dich zu finden und dass es dir gelingen wird, Weihnachten die Grenzen und M├Âglichkeiten f├╝r dich auszuloten. Ich w├╝nsche dir daf├╝r die n├Âtige Kraft, Ruhe und Zeit und werde da sicher immer mal an dich denken.

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                          • #14
                            ┬╗ Enorm, was da in dir vorgeht, welchen Wandlungsprozeß du da durchlaufen
                            ┬╗ hast, welchen inneren Kampf. Wie klar du bist! Verzeihen,sich selbst dabei
                            ┬╗ nicht vergessen... immer wieder Kraft sch├Âpfen. Über den eigenen Schatten
                            ┬╗ springen.



                            ach lilli, das ist großartig!

                            daß du das schaffst, nicht nur kr├Ąftem├Ąßig, sondern vor allem emotional.
                            dich nach so langer zeit der distanz doch drauf einlassen zu k├Ânnen und eine besondere, eigene art der n├Ąhe zu schaffen.
                            alle achtung.

                            und das du uns das hier so schreibst, soviel vertrauen auch.

                            viel kraft w├╝nsche ich dir f├╝r die weitere zeit!

                            cocolina

                            Kommentar


                            • #15

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                              L├Ądt...
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