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  • #46
    Hallo Elke,

    Eure Antworten gehen ganz sch√∂n unter die Haut. F√ľr mich ist es sehr interessant Eure Meinungen, Ansichten und Erfahrungen zu h√∂ren. Da ich momentan auch wieder in solch einer Situation bin, konnte ich mich bei Eurer Diskussion bisher nicht beteiligen, aber jetzt ist es mir einfach auch ein Bed√ľrfnis Euch meine Erfahrungen mitzuteilen.

    Da ich ein Einzelkind bin, brauche ich nicht dar√ľber zu diskutieren, ob auch M√§nner (Br√ľder)die Pflege √ľbernehmen k√∂nnten - es trifft mich eben! Ich musste schon in ganz jungen Jahren (27 J.) meine Mutter pflegen. Das ging 5 1/2 Jahre lang. Sie starb mit 59. Da ich schon immer ein super enges Verh√§ltnis zu ihr hatte, w√§re ich nie auf den Gedanken gekommen Sie in ein Pflegeheim zu geben. Mein Vater unterst√ľtzte mich aber auch sehr. Da wir beide voll berufst√§tig waren, ging das auch gar nicht anders.

    In dieser Zeit gab es f√ľr mich nur Arbeit und Familie. Urlaub oder Freizeit gab es nicht. Ich hatte dies aber nicht wirklich vermisst w√§hrend der Pflege, da wir f√ľr jeden Tag dankbar waren, an dem es ihr etwas besser ging. Wenn wir mal die M√∂glichkeit hatten einen kleinen Spaziergang zu machen, oder auch mal zum Essen zu gehen, dann war das "Fest" genug. Nach vielen, vielen Krankenhausaufenthalten war es f√ľr uns schon "wundersch√∂n" einfach gemeinsam zu Hause sein zu k√∂nnen.

    Mein Vater fand (zum Gl√ľck) etwas sp√§ter eine Lebensgef√§hrtin, die ihren Mann auf die gleiche Weise verloren hatte. Doch nun ist auch sie ganz schlimm an Krebs erkrankt und die Spirale beginnt von vorne. Da er selbst mit 68 J. fast nicht mehr gehen kann - 3 Op¬īs stehen an - ist bei uns nun der "Supergau" eingetreten.

    Und ich merke, dass ich nun selbst √§lter geworden bin - nicht mehr so leistungsf√§hig bin wie mit 30 - und mir die emotionale Bindung zu der zu Pflegenden fehlt. Mein Inneres sagt mir: Ich will nun mein Leben leben und kein anderes! Aber kann man das einfach so trennen? Meinen Vater im Stich zu lassen, das bringe ich nicht √ľber mich, da haben wir bereits zu viel gemeinsam durchgestanden. Aber nun beide zu pflegen, ich denke das geht √ľber meine Kr√§fte..... Und außerdem m√∂chte ich meine Ehe nicht gef√§hrden und es ist mir wichtig auch weiterhin f√ľr meinen Mann da zu sein.

    Aber ein Trost ist es zu wissen, dass es vielen Menschen so geht! Und manchmal w√§chst man doch auch wieder √ľber sich hinaus - und wenn man alles gemeistert hat, dann kann man stolz und zufrieden zur√ľckblicken.

    Nachdenkliche Gr√ľße
    Anderl

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    • #47
      Hallo Anderl

      Entscheidungen treffen. F√ľr sich. Und damit nachwirkend auch f√ľr Andere. Überlegen, wie es weitergehen kann. Ist man selbst stark genug? Wie lange kann man stark sein? H√§lt die eigene Beziehung das aus? H√§lt die eigene Familie das aus? Muß ich √ľberhaupt, oder wer k√∂nnte noch? Wie kann ich alles zeitlich regeln? Und wie sieht es finanziell aus? Kann ich mir einen Pflegedienst leisten? Oder sogar einen Heimplatz? Muß ich jetzt Entscheidungen f√ľr jemand anderes f√§llen? Treffe ich die "richtgen" Entscheidungen?

      Fragen, Fragen, Fragen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass einem soviel im Kopf herum geht. Wenn dir die Zeit bleibt, dann nutze sie zu reiflicher Überlegung. Wenn du die Wahl hast, √ľberleg dir wieviel Zeit und Kraft du selbst aufbringen kannst.
      Ich w√ľnsche dir gute Gespr√§chspartner. Nach Gespr√§chen und Diskussionen sieht man manchmal ein wenig klarer.
      Viele Gr√ľße B√§umchen

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      • #48
        Meine Eltern sind schon ein bisschen √§lter, so dass ich ihnen oft bei irgendetwas helfen muss. Wir hatten aber schon immer eine gute und recht entspannte Beziehung, so dass wir auch in schwierigen Situationen gut zurechtkommen. Meine Mutter hat seit Jahren Probleme mit ihren Beinen, sie kann nur ganz kurze Strecken laufen, so dass ich sie immer mit dem Auto fahre, wenn sie mal irgendwo hin muss. Letztes Jahr haben wir ihr aber ein Elektromobil gekauft, so dass sie jetzt viele Sachen alleine erledigt. Sie f√§hrt zum Beispiel mit dem Elektromobil einkaufen, sie muss zwar √∂fter zum Supermarkt, aber es macht ihr auch Spa√ü da sie im Dort immer jemanden zum Plaudern trifft. Ich bin aber trotzdem immer f√ľr meine Eltern da, egal was sie ben√∂tigen. Liebe Gr√ľ√üe
        Zuletzt geändert von Herman; 15.06.2018, 14:15.

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        • #49
          wie schön....freut mich sehr zu lesen.....
          Ich bin zwar nich nicht so alt...aber das jemand seine Eltern nicht als Belastung ..in erster Linie sieht.....finde ich sehr erfrischend ...freut mich wirklich

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          • #50
            Hallo Herman, ein herzliches Willkommen im Forum!

            Was hast Du da blo√ü f√ľr einen alten Strang aus der Versenkung geholt! Der geht mir richtig unter die Haut!

            Zum einen, weil ich mich an viele der Altuser noch gut erinnern kann und Dieter nicht mehr lebt.
            Und zum anderen sind wir gerade selbst in der Situation, dass meine Schwiegermutter zunehmend Pflege braucht. Und ich gestehe es ehrlich, es fällt uns schwer!

            Sie wird heuer 88 Jahre und leidet unter rheumatischer Arthrose. Und sie ist keine anspruchslose Patientin, sie will zu ihrer eigenen Gesundheit nicht viel beitragen, die anderen sollen machen ....... Infusionen, Medikamente, Spritzen, Arzttermine am laufen Band, Therapien, Hilfsmittel, Besorgungen, ......
            Dazu kommt die Arbeit mit ihrem Haus, ihrem Auto, ihre Finanzen verwalten, Essen kochen und zweimal wöchentlich Fahrten ins Tageszentrum zur Unterhaltung.
            All das bestimmt unser Leben und manchmal möchten wir am liebsten davon laufen, weil vieles einfach nur selbstverständlich ist.
            Sie organisiert noch selbst, entscheidet selbst, teilt ein...…

            Es war unsere eigene Entscheidung die Pflege zu √ľbernehmen, weil wir ihr Haus √ľbernommen haben. H√§tten wir das nicht getan, w√§re es genau so gekommen, weil die Geschwister meines Mannes beide nicht in der Lage sind zu pflegen. Allerdings hat meine Schwiegermutter immer davon gesprochen, sp√§ter einmal ins Pflegeheim zu gehen, doch das will sie nun nicht mehr.
            Seit 20 Jahren k√ľmmern wir uns nun schon um sie und der Aufwand wird naturgem√§√ü immer mehr. W√§re mein Mann nicht schon in Pension, ich wei√ü nicht, wie das zu schaffen w√§re. Und wie es weiter geht, wissen wir nat√ľrlich auch nicht.

            Auch meine eigenen Eltern sind alt und brauchen Zuwendung und Unterst√ľtzung. Leider ist auch die Zeit f√ľr unsere Enkelkinder sehr knapp!
            Wir sind selber nimmer so jung und haben noch nie wirklich frei gelebt.

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            • #51
              Hallo zusammen, ich habe mal eine Frage, es geht allerdings nicht um Kraut und R√ľben sondern um das genannte Thema Hochzeitsgeschenk. Es geht um folgendes, die Tochter meiner Freundin hat geheiratet und ich werde sie in einer Woche besuchen. Ich habe lange gegr√ľbelt, was ich ihr schenken k√∂nnte und habe am Ende eine, nach meinem Geschmack, wundersch√∂ne Handtasche gekauft. Jetzt wo der Besuchstermin immer n√§her kommt, bin ich mir etwas unsicher wegen der Geschenkwahl. Was meint ihr, ist eine Handtasche ein passendes Hochzeitsgeschenk oder h√§tte ich doch lieber was anderes kaufen sollen?? Danke.
              Zuletzt geändert von Buddleja; 02.07.2018, 09:31. Grund: Keine Werbung laut AGB!

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              • #52
                Und was bekommt der Ehemann?

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                • #53
                  ich kenne dies auch nur so...man schenkt beiden etwas...

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