Cardy

Die Kardone, auch Cardy genannt, gilt als seltene Delikatesse. Die Pflanzen werden ab Februar vorgezogen.
 
Die Kardone (Cardy) ist nahe mit der Artischocke verwandt und sieht ihr auch sehr ähnlich. Sie gehört zu den Korbblütlern und stammt ursprünglich aus den südlichen und westlichen Mittelmeerländern. Bei der Zubereitung müssen Sie einige Hinweise beachten.
 
Pflanzen ab Februar vorziehen
 
Die Pflanzen werden ab Februar vorgezogen und im Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, mit jeweils 1,50 Meter Abstand in humusreichen Boden im Garten verpflanzt.
 
Die violetten Blütenstände der Kardone erscheinen im zweiten Jahr und erreichen stattliche zwei Meter Höhe, umringt von einem Horst wollig behaarter und bedornter Blätter.
 
Stiele sind Delikatesse
 
Lediglich die Blattstiele lassen sich verzehren, und das erst nachdem sie gebleicht wurden. Mit dem Bleichen beginnen Sie Anfang September: Binden Sie die Blattstiele mit einer dicken weichen Schnur zusammen und umhüllen Sie das Paket mit schwarzer Folie oder einer gut daumendicken Lage Stroh.
 
Die Verarbeitung in der Küche erfordert einige Aufmerksamkeit, dafür gelten die artischockenähnlich schmeckenden Cardy-Stiele als seltene Delikatesse. Die Reste der Blattspreiten werden entfernt und die festen Fäden von den Stielen abgezogen, die Sie danach in fingerdicke Stücke zerteilen.
 
Damit Cardy weniger bitter schmeckt, legen Sie diese sofort in eine Schüssel mit klarem Wasser. Dann werden sie in Salzwasser weichgekocht und anschließend in Gratins oder Salaten weiterverarbeitet.
 
Enthält gesunde Bitterstoffe
 
Cardy ist reich an Kalium, Magnesium, Calcium und Folsäure, welche besonders gesund ist für Frauen im frühen Stadium ihrer Schwangerschaft. Der leicht bittere Geschmack rührt vom Cynarin her, einem Inhaltsstoff, der Galle und Leber anregt und die Verdauung fördert.
 
Außerdem enthält Cardy statt Stärke Inulin (12 % des Frischgewichts) und ist somit für Diabetiker besonders gut verträglich.
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