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Cardy, Kardone oder Spanische Artischocke

Die Kardone, auch Cardy genannt, ist nahe mit der Artischocke verwandt und gilt als Delikatesse. Allerdings wird bei ihr der Stiel verspeist.

Offene und geschlossene Blütenköpfe der Kardone
Das stachelige Gemüse ist mit der Artischocke verwandt

Cardy richtig anbauen

Cardy oder Kardone (Cynara cardunculus var. altilis) gehört zu den Korbblütlern und stammt ursprünglich aus den südlichen und westlichen Mittelmeerländern. Aber sie wächst auch hierzulande wunderbar im Garten. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Sorten zur Auswahl. Sogar einige ohne Stacheln. Jedoch sind die stachligen Sorten meist doch die schmackhafteren Sorten. 

Cardy-Pflanzen vorziehen und auspflanzen

Möchten Sie die selbst anbauen, dann können Sie die Cardy ab Februar bis in den April hinein vorziehen. Ab Mai kann sie dann ins Freiland gesetzt werden, aber erst, wenn keine Frostgefahr mehr droht. Die Pflanzen sollten mit einem Abstand von jeweils 1,50 Meter ausgepflanzt werden. Der Standort sollte dabei sonnig und warm sein. Der Boden gefällt ihr am besten, wenn er humusreich und locker ist. 

Cardy-Pflanzen richtig pflegen

Die Cardy oder auch Gemüseartischocke gehört zu den Starkzehrern. Sie braucht aber nicht nur viele Nährstoffe, sondern auch viel Wärme und Wasser. Also lohnt es sich, diese Pflanze zu mulchen, damit beides gut gespeichert werden kann. Zudem freut sich die Cardy über reifen Kompost oder Bokashi. Auch Pflanzenjauchen versorgen die Gemüseartischocke mit ausreichend Nährstoffen. Hat die Cardy genug Wärme, Nährstoffe und Wasser, dann ist sie sehr robust. Sie muss sich also nicht wirklich vor Krankheiten oder Schädlingen fürchten.

Cardy-Stiele bleichen und ernten

Hat man die Gemüseartischocke gut  versorgt und sich dafür entschieden, sie zu ernten (manche, bauen Sie auch nur wegen ihrer dekorativen Blüten im zweiten Standjahr an), dann kann Anfang August die Ernte vorbereitet werden. Denn die Blattstiele – die der verzehrbare Teil sind – müssen "gebleicht" werden. Möchte man die Cardy lieber als Wintergemüse ernten, dann reicht es auch noch im September und wenn es frostfrei bleibt, auch im Oktober. Zum Bleichen werden die Blattstiele mit einer Schnur nach oben zusammengebunden und mit einem Stock abgestützt. Dieses eingeschnürte Paket wird mit schwarzer Folie oder einer mindestens daumendicken Lage Stroh umhüllt. So bleibt das Bündel dann drei bis vier Wochen stehen. Dann können die Cardy-Stiele geerntet werden.

So wird daraus eine Delikatesse 

In der Küche sollten die Blattstiele möglichst frisch verarbeitet werden. Dazu entfernen Sie zunächst die Stacheln, die faserigen Blattansätze und ziehen die Haut ab. Werden Sie nicht gleich gekocht, sollten sie in Essigwasser gelegt werden, da sie sich sonst schwarz färben können. Die Cardy-Stiele sollten dann in Salzwasser mit etwas Zitronensaft weich gekocht werden, das geht besser, wenn sie vorher in etwa fingerdicke Stücke geschnitten werden. Dann können Sie als Gemüse, überbacken, in Aufläufen, auf Pizza oder auch einfach im Salat gegessen werden.

Cardy und die Gesundheit

Cardy ist reich an Kalium, Magnesium, Kalzium und Folsäure, welche besonders gesund ist für Frauen, vor allem im frühen Stadium ihrer Schwangerschaft. Der leicht bittere Geschmack rührt vom Cynarin her, einem Inhaltsstoff, der Galle und Leber anregt und die Verdauung fördert. Zudem ist sie ein sehr guter Vitamin-C-Lieferant. 

Außerdem enthält Cardy statt Stärke Inulin (12 % des Frischgewichts) und ist somit für Diabetiker besonders gut verträglich.

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